Hallo zusammen,
ich habe an meinem Jumper 3.0 aus 2012 einen „schleichenden“ Kühlwasserverlust.
Zur Erklärung muss ich vielleicht etwas ausholen:
Vor dem Urlaub Ende Mai habe ich – wie jedes Jahr – einen Ölwechsel in einer kleinen Werkstatt machen lassen.
Dabei ist mir aufgefallen, dass der Stand im Ausgleichsbehälter knapp über „min“ lag. Also haben wir auf „max“ aufgefüllt.
Jetzt im Nachhinein meine ich mich zu erinnern, dass das in den letzten Jahren immer so war – also einmal im Jahr,
beim Ölwechsel, Kühlmittel auffüllen von min auf max (ca. 15.000 km/Jahr).
Ich habe mir bisher nichts dabei gedacht, zumal die Werkstatt auch nie Alarm geschlagen hat.
Dann ging’s in den Urlaub – ca. 2500 km durch Kroatien und Bosnien.
Das Fahrzeug lief super, keine Auffälligkeiten beim Fahren, keine Kühlwasserflecken unterm Fahrzeug, kein weißer Rauch, Motor läuft sauber, Öl sieht gut aus.
Einzige Auffälligkeit: Nach längerer Autobahnfahrt, also bei heißem Motor muss ich nach einem kurzen Stopp (z. B. Tanken) manchmal 3–5 Mal starten, bis er wieder kommt.
Kalt oder bei normaler Fahrweise springt er sofort an.
Vor der Heimfahrt habe ich nochmal unter die Motorhaube geschaut – Stand im Ausgleichsbehälter wieder nur etwa 1 cm über "min".
Ich habe dann passendes Kühlmittel besorgt (was in Bosnien gar nicht so einfach war) und ca. 0,75 l nachgefüllt bis knapp über "max".
Zurück zu Hause, nach etwa 1100 km Rückfahrt, dann wieder Blick in den Ausgleichsbehälter: Stand jetzt knapp 1 cm unter "max".
Ich bin dann in eine IVECO-Fachwerkstatt. Die haben das Kühlsystem abgedrückt, finden aber keine konkreten Leckspuren. Alles trocken.
Der Meister meint, ein leichter Druckverlust sei messbar, aber es sei nichts sichtbar. Möglicherweise liege es am AGR-Kühler, der intern leicht undicht ist – dann würde das Wasser im heißen Abgastrakt verdampfen, also keine Spuren hinterlassen.
Er würde weitere Tests durchführen, um den Verdacht zu bestätigen – das könnte aber natürlich schnell nochmal mehrere Hundert Euro kosten.
Ich frage mich nun, ob das wirtschaftlich sinnvoll ist – oder ob ich nach 13 Jahren nicht einfach direkt AGR-Ventil samt AGR-Kühler tauschen lassen sollte.
Was sollte es auch sonst sein (es ist noch das erste AGR-Modul verbaut).
ZKD schließt er (vorerst) aus. Das Öl sieht gut aus, keine Druckprobleme, keine Blasen im Ausgleichsbehälter etc.
Ich frage mich jetzt:
- Hat jemand ähnliche Erfahrungen mit dem 3.0 Liter (Iveco-Motor)?
- Ist dieser geringe Verlust bei der Laufleistung (165.000 km) vielleicht noch „normal“?
- Könnte der AGR-Kühler undicht sein, obwohl äußerlich alles trocken ist?
Ich bin für jede Meinung oder Erfahrungswert dankbar – vielleicht hat ja jemand noch eine Idee oder andere Diagnoseansätze.