Hallo zusammen,
auf den Camping- und Stellplätzen, auf denen ich letztes und dieses Jahr unterwegs war, fiel mir immer wieder auf, dass Mitcamper ihre Victron-Geräte mit dem Initial-Kennwort betrieben.
Das halte ich für sehr fahrlässig, da man mit dem Zugriff meiner Auffassung nach die Bordelektronik schädigen könnte.
Vor allem werden, meines Wissens nach, die Bluetooth-Zugriffe kaum protokolliert und sind auch so gut wie gar nicht nachzuverfolgen, wenn es denn eine Protokollierung geben sollte.
Daher möchte ich den Appell vieler Forenkolleginnen und -kollegen gerne wiederholen, die Standard-PIN bei Victron-Geräten unbedingt zu ändern.
Gleichzeitig finde ich es gut, dass es von Victron eine Absicherung der Zugänge zu den Geräten gibt, sodass - bei entsprechender Konfiguration - nicht einfach irgendjemand die Einstellungen verändern und die Systeme ggfs. schädigen kann.
Gut ist das bei der alten Truma-InetBox unseres Autos gelöst - hier muss das Pairing physisch am Gerät gestartet werden. Damit kann erst einmal kein Dritter einfach Zugriff erhalten.
(Wie das mit der Fermwartungsfunktion mittels Mobilfunk aussieht, vermag ich mangels eingelegter SIM-Karte nicht zu sagen. Kann man hier die Zugriffe z.B. auf bestimmte Mobilfunknummern beschränken?)
Auch gut ist das mit der Goldschmitt RHC und der App gelöst. Hier muss auch physisch das Pairing gestartet werden - das geht über die Zündung des Autos, sodass auch hier kein Dritter einen einfachen Zugang zur Zusatzluftfederung haben dürfte.
Komplexer bzw. schwieriger scheint das Thema ‚Zugriffssicherheit‘ bei anderen smarten Komponenten wie z.B. LiFePo4 Batterien zu sein.
Hier scheinen die BMS der Batterien zum Teil überhaupt keine Zugriffssicherheit zu bieten.
Für das Auslesen von Daten kann das auch entbehrlich sein - sobald man allerdings im BMS auch Veränderungen vornehmen kann (z.B. mit der XiaoxiangBMS Pro App), wird es meiner Ansicht nach kritisch, wenn das BMS keine PIN oder andere Möglichkeiten der Zugriffssicherheit bietet.
Wir z.B. haben zwei SuperVolt Batterien verbaut, die keinerlei PIN Abfrage bieten.
Im Forum hier wurde zumindest berichtet, dass mit manchen Drittanbieterapps eine Manipulation des BMS bei SuperVolt nicht möglich wäre, ein offizielles Statement finde ich aber leider nirgends auf deren Seite - oder ich bin zu ungeschickt zum suchen (auch eine valide Möglichkeit).
Der Support von SuperVolt hat mir erklärt, dass die ‚AutoConnect‘ Funktion wie eine Art Passwortschutz funktionieren soll - einmal in einer App aktiviert, soll keine Manipulation des BMS von Drittanbieterapps mehr möglich sein. Das sei von SuperVolt ausreichend getestet worden.
Kennt oder habt Ihr vielleicht auch weitere LiFePo4 Batterien, die ein (PIN) gesichertes BMS haben und die man empfehlen kann?
Glücklicherweise hat unser Auto (derzeit) nicht noch mehr smarte und abzusichernde Elektronik verbaut.
Wie sieht das bei Euch aus, was habt Ihr an weiteren smarten Geräten verbaut und wie lassen sich diese gegen Drittzugriffe absichern?
Liebe Grüße und einen schönen Herbst
Michi
PS: Ich hatte das Thema mal in den DigiCamper Teil gestellt, da es meiner Ansicht nach nicht nur Kastenwagenfahrende betrifft…aber ich glaube, der DigiCamper Teil dreht sich fast nur um die App - daher habe ich das Thema selbst hierhin verschoben![]()