Seit einigen Jahren tauchen in der Campingbranche immer häufiger Begriffe wie "Zero-Waste-Camping", "nachhaltiges Reisen" oder "Ecocamping" auf.
Was denkt ihr darüber, ist das übertriebenes Öko-Gehabe oder geht zukünftig kein Weg an umweltfreundlichem Campen im Einklang mit der Natur vorbei?
Oder aber ist Campen nicht per se schon umweltfreundlich?
Wie ist eure Meinung zu diesem Thema?
Nachhaltiges Campen - nur ein weiterer "Öko-Trend" oder grüne Zukunft?
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Das hebt nicht gerade meine Laune. Enthält es doch implizit den Hinweis, dass ich Umweltzerstörer bin und das beste was ich für die Umwelt tun könnte, wäre es zuhause zu bleiben. Bin mal 500km mit dem Pkw nach Dresden gefahren. Im Hotel dann der dezente Hinweis, zur Klimarettung doch bitte auf die Zimmerreinigung zu verzichten...Ich war kurz davor den entsprechenden Türanhänger an die Nachbarsklinke zu hängen, weil bei diesem Gast ging anscheindend Sauberkeit vor Klima.
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Enthält es doch implizit den Hinweis, dass ich Umweltzerstörer bin und das beste was ich für die Umwelt tun könnte, wäre es zuhause zu bleiben.
Ich konnte den Hinweis jetzt nicht sehen, eine Frage war ja auch:
Oder aber ist Campen nicht per se schon umweltfreundlich?
Wenn Du diese Frage für Dich mit Ja beantworten kannst, ist doch alles in Ordnung. Ich schätze, dass viele Camper sich unterwegs auch nicht anders verhalten, als zu Hause. Umweltbewusste Menschen werden vermutlich auch unterwegs nicht zu Umweltsündern. Mich hätte da noch nie das schlechte Gewissen geplagt, ganz im Gegenteil. Wir nehmen unseren Müll selbstverständlich immer mit, produzieren ohnehin nicht sonderlich viel und im Zweifel ist der Platz nach dem Verlassen sauberer als vorher.
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Ich konnte den Hinweis jetzt nicht sehen,
Der "implizierte" Hinweis ist die unausgesprochene Botschaft hinter der Schönfärberei mit nachhaltig, öko, Zero-waste, klimaneutral..
Wenn hier vom Campen gesprochen wird, dann ist das Womokomfort quer durch Europa
Wie soll so etwas jemals umweltfreundlich sein?
Das Öko-Gehabe dient lediglich dem guten Gewissen, der Effekt ist marginal. Auf der Welle mitzuschwimmen stellt letztlich unsere Lebensweise selber in Frage.
Umweltfreundlich nennen dürfen sich die radfahrenden Veganer mit Zelt, die sich mit abbaubarer Öko Seife kalt waschen.
Vor denen habe ich grossen Repekt. Ich trau mich fast nicht die Standheizung anzuwerfen, wenn Radfahrende nebenan im Regen zelten. -
Es gibt kein übertriebenes Ökogehabe, und es wird kein Weg an umweltschonendem Verhalten vorbeiführen. Die "Umwelt" ist im Grunde auch nur eine Ressource, und begrenzt in ihrer Qualität. Die gilt es zu schonen. Sind wir (als Camper-Reisende, als sonstige Reisende, oder Nichtreisende) gut fürs Klima? Nein. Wir verbrauchen Ressourcen. Ist es sinnvoll sich zu mässigen? Sicher! Würde ich aber jetzt jedem alles verbieten wollen? Nein.
Ich persönlich versuche meinen Fussabdruck zu verringern, bei allem. Gelingt es mir? Nein, nicht immer. Macht es trotzdem sinn es zu versuchen? Klares JA.Ich bin kein "Grüner", kein Mitglied irgendeiner Partei.
T3 Lufti: wenn du 500km nach Dresden fährst und dort auf die Zimmerreinigung verzichtest, dann ist das besser als nach Dresden zu fahren und nicht auf die Zimmerreinigung zu verzichten. Dein Zimmernachbar ist möglicherweise zu Fuss ins Hotel gekommen um seine ausserehelichen Geschichten auszuleben, und verzichtet aus gutem Grund nicht auf die Sauberkeit. Hört auf zu schauen was andere machen, oder was ihr denkt was andere machen. Kuckt was ihr machen oder auf was ihr verzichten könnt.
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