Telma Retarder - Wirbelstrombremse / Fragen und Erfahrung

  • In unserem Sprinter wird ja im März eine Wirbelstrombremse von Telma eingebaut. Fragen sind fast alle geklärt. Nun schreibt mir die Werkstatt folgende:


    " Bei Ihrem Womo ist leider nur der kleine 180A Alternator verbaut.

    Wir haben gerade letzte Woche für einen anderen Kunden in der gleichen Situation den Preis bei Mercedes nachgefragt, um auf den grossen Alternator zu wechseln, Kostenpunkt etwas um die satte CHF 7000.-!! Scheinbar müssen auch Kabelstränge getauscht und programmiert werden. Der andere Kunde wird dies nicht nachrüsten.
    Sie haben 180A Alternator verbaut, die Telma zieht in der höchsten Bremsstufe 96A. Sie haben die 92Ah Batterie drin, also es geht schon. Die Frage ist halt, wie viel Strom benötigt das Womo. Kennen Sie den Stromverbrauch für Ihren Aufbau? Kühlschrank, sonstige Verbraucher etc.?
    Ich persönlich würde so zufahren und beobachten, wenn man weiss, wie damit umgehen, dann hat man dies sicher im Griff."

    Ich gehe ja davon das die Telma selten den vollen Strombedarf hat und wenn nur kurz. Das Wohnmobil zieht kein Strom von der Starterbaterie.

    Nun meine Frage an die Spezies unter euch. Ich würde es ohne neuen Alternator machen lassen (7000€ ist mir zu viel des Guten da ja schon die Telma auf über 10'000 kommt) und einfach eine Starterbatterie mit mehr Ah einbauen. Was haltet ihr davon?


    Gerne berichte ich dann wie es weiter geht in diesem Thread und poste dann auch Bilder. Aber eben diese geschieht erst in den ersten zwei Märzwochen.


  • Moin Jürg,


    von den Daten her würde i h die Lichtmaschine (Alterrnator) so belassen und die Fahrgestellbatterie als Puffer betrachten. Um die Last besser zu prüfen, so dass der LiMa-Regler nicht zu sehr belastet wird, wenn die Fshrgestellbatterie kompensiert, kann man entweder eine Batterie mit höherer Kapazität oder einfach eine zweite 92A parallel anschalten. Das wäre vorrangig eine Platzfrage. Wenn eine Batterie mit höherer Kapazität in die Halterung passt, dann wäre das die erste Wahl.


    Die 96A des Telma fallen ja auch nur bei 100%Wirkung an und das ist eher selten der Fall. Da, wo man den Retarder am häufigsten einsetzt (Talfahrten) dürfte man bei 50-70% der Leistung gut klarkommen. Dann wären das mathematisch um die 60A ... Geht man davon aus, dass man den Retarder dann ca 10min auf 50% einsetzt, dann sind es zwar immer noch 48A aber "nur" noch 8Ah ... Also besteht eher nicht das Risiko "mit leerer Fahrgestellbatterie" am Ziel anzukommen ...

  • Hallo Martin

    Super für die Erklärung für mich DAU. So werde ich den Einbauen lassen und einfach mal aus Vorsicht die 110AH Batterie die da reinpasst reinmachen.

    Lieber Gruss aus Griechenland.

    Jürg

  • Ich habe ja eine Retarder von Kloft und frage mich gerade wann er mit 100% arbeitet und viralen wie lange. Wenn du Bergab fährst ist es ja meist eine geringe Dauer. Ich habe nur eine Kleine Lichtmaschine verbaut und noch nie Probleme gehabt mit leerer Batterie.

  • Hej,

    unser Liner ist seit 35 Jahren mit einer Telma ausgerüstet und ich hatte noch nie nach einer Bergfahrt eine leere Fahrzeugbatterie oder es wurde die Lichtmaschine gewechselt.

    Wir benutzen immer die Telma auch in der Stadt ,zum bremsen ,einziger Nachteil die Bremsbeläge werden kaum benutzt und vorm TÜV muß ich eine gewisse Zeit mit angezogener Handbremse fahren um die entsprechenden Bremswerte zu bekommen,speziel von den Hinterädern

    Iveco 24v 2x 75A

    Mvh Werner

  • Ich habe ja eine Retarder von Kloft und frage mich gerade wann er mit 100% arbeitet und viralen wie lange. Wenn du Bergab fährst ist es ja meist eine geringe Dauer. Ich habe nur eine Kleine Lichtmaschine verbaut und noch nie Probleme gehabt mit leerer Batterie.

    Das Problem hätten theotmritisch auch nur Euro6 Fahrzeuge, die es oft nicht schaffen genug Ssft in die Batterie zupumpen (Wohnmobile mit Booster-Technologie oder deaktivierter Steuerung für Euro6-Ladeverhalten sind da ausgenommen.

    Hej,

    unser Liner ist seit 35 Jahren mit einer Telma ausgerüstet und ich hatte noch nie nach einer Bergfahrt eine leere Fahrzeugbatterie oder es wurde die Lichtmaschine gewechselt.

    Wir benutzen immer die Telma auch in der Stadt ,zum bremsen ,einziger Nachteil die Bremsbeläge werden kaum benutzt und vorm TÜV muß ich eine gewisse Zeit mit angezogener Handbremse fahren um die entsprechenden Bremswerte zu bekommen,speziel von den Hinterädern

    Iveco 24v 2x 75A

    Mvh Werner

    Kann man eigentlich nicht vergleichen, da die große Telma ja weniger Strombedarf hat, weil die große Spule verbaut ist ... sagte mein LKW-Spezi am Mattenwagen :/


    Das Problem ist ja auch sehr theoritisch, da die avidierte Stromaufnahme kurzzeitig und eben nur bei 100% Last, oder eben proportional bei Teillast auftritt. Trotzdem (Murphy) ist der Hinweis der Werkstst nicht grundsätzlich falsch ... eher in der Praxis unwahrscheinlich.


    Wen der Jürg aber mit Anhänger den Gairanger runter düst, könnte man in die Region gelangen, wo deutlich an dem Akku gezerrt wird. Ob das soviel ausmacht, die Lima auszureizen und Ladung aus dem Akku gravierend rauszunehmen ... weiß nich ... Mit einem größeren Akku geht er aber in jedem Fall in Richtung Nummer sicher...


    Es wäre vermutlich im Hinblick auf Gewährleistung nicht unbedingt klug die Hinweise der Werkstatt komplett außer Acht zu lassen ...

  • Da hast du schon recht aber, eine stärkere Lichtmaschine für soviel Geld würde ich nicht einbauen lassen.

  • Es wäre vermutlich im Hinblick auf Gewährleistung nicht unbedingt klug die Hinweise der Werkstatt komplett außer Acht zu lassen ...

    Unterdessen meint auch der Hauptvertretter von Telma (Werkstatt) in der Schweiz das geht und mit stärkerer Batterie sowieso. mit Garantie hätte es nichts zu tun, schlimmstenfall wäre ja einfach die Batterie leer, kann man aber anfänglich beobachten und mit über 100AH sollte dies auch kein Problem werden. Nachdem der Hersteller nun alle Daten von mir hat gibt er grünes Licht und meinte die stärkere Lichtmaschine wäre einfach das NonPlusUltra gewesen, aber eben da der Kabelbaum, laut Mercedes dann gewechselt werden. müsste macht dies aus Kostengründen kein Sinn. Ich berichte wieder im März darüber wen Tatsachen geschaffen sind.

  • Hallo Jürg,


    ich habe bei meinem Teilelieferanten recherchiert. Habe dazu, da ich Dein Sprinter Chassis nicht detailliert kenne den rechts im Kasten genommen.


    Kleinste Lima 200 A größte 280 A Stecker und Bohrungsgleich. Einen 180 A gibt es da nicht.


    Kann mir nicht vorstellen, daß da Kabelbäume unterschiedlich sein werden da bei den geringen Stückzahlen der Chassis der Mehraufwand Bestellung/Lagerhaltung verschiedener Kabelbäume vermutlich deutlich höher ist als generell den Kabelbaum für Max. Leistung auszulegen.

    Und wenn, ginge es doch nur um die Ladestromleitung die eventuell unterdimensioniert sein könnte. Ab Fahrzeug/Starterbatterie ist alles Andere an Elektrik doch Aufbauer?


    Dazu würde ich ggfls eine Lithium Starterbatterie anstelle einer 110 Ah in konventioneller Technik nehmen.

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