Riesiges Wasserstoffvorkommen entdeckt


  • In Moselle, nahe der deutschen Grenze, macht Frankreich einen bedeutenden Fund an natürlichem Wasserstoff. Dies könnte die Region als Energie-Vorreiter etablieren.

    In der nordostfranzösischen Region Moselle ist ein bislang unbekanntes Vorkommen von natürlichem Wasserstoff entdeckt worden. Laut Berichten von "Interesting Engineering" und "Euro Weekly News" stießen Wissenschaftler bei Bohrungen nahe der Gemeinde Folschviller auf rund 46 Millionen Tonnen des auch als "weißer Wasserstoff" bekannten Elements. Folschviller liegt etwas mehr als zehn Kilometer von der deutsch-französischen Grenze und rund 35 Kilometer von Saarbrücken entfernt.

    Der Fund wurde demnach vom GeoRessources-Labor in Zusammenarbeit mit dem französischen Forschungszentrum CNRS gemacht. Ursprünglich hatten die Forscher nach Methan gesucht, fanden jedoch in rund 1.250 Metern Tiefe eine große Konzentration des gasförmigen Wasserstoffs. Dieser kommt in der Natur vor und unterscheidet sich grundlegend vom industriell hergestellten grünen oder grauen Wasserstoff. Während grüner Wasserstoff mithilfe von erneuerbarer Energie gewonnen wird und grauer Wasserstoff aus fossilen Brennstoffen stammt, erfordert weißer Wasserstoff keine energieintensive Verarbeitung und verursacht keine CO2-Emissionen.


    Tausende Arbeitsplätze winken

    Der Wert des Vorkommens wird je nach Quelle auf bis zu 92 Milliarden US-Dollar geschätzt. Damit wäre das entdeckte Reservoir größer als die Hälfte der weltweiten Jahresproduktion von grauem Wasserstoff – jedoch ohne dessen ökologische Nachteile. Fachleute sehen darin ein enormes Potenzial für eine saubere und kostengünstige Energiequelle.

    Die Entdeckung könnte eine Chance für Frankreich sein, sich als Vorreiter in der Nutzung von weißem Wasserstoff zu etablieren. Die Region Lorraine, einst Zentrum der französischen Kohle- und Stahlindustrie, könnte damit eine neue industrielle Rolle einnehmen. Tausende neue Arbeitsplätze und ein wirtschaftlicher Aufschwung seien laut Einschätzung von Experten denkbar.

  • Das war vor 2 Jahren. 46 MTonnen - klingt viel, entspricht aber nicht mal dem jährlichen Kraftstoffverbrauch von Europas Fuhrpark.

    Vielleicht wird ja noch mehr entdeckt, damit sich eine Förderung in großem Umfang auch lohnt.

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