Erfahrungsaustausch LiFePo4-Selbstbaubatterie

  • Hallo zusammen,


    Ich möchte hier zum Erfahrungsaustausch mit Selbstbau-Akkus einladen, denn ich habe mir einen solchen (fertig zusammengebaut) gekauft und ein paar Sachen funktionieren nicht so wie ich es erwartet hätte, bzw. da würde mich interessieren wie bei anderen Batterien, anderen BMS, usw. das ganze aussieht.

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    Erstmal die Daten zu meiner Batterie:

    Es sind 8 Zellen, die zu einer 4P zusammengeschloßen wurden.

    Die Kapazität sind 628Ah bei 12V.

    Das BMS ist ein Daly mit 250A


    Wo ich diese gekauft hab, gibt es bei Interesse, ich will keine Werbung machen.

    Das Daly-BMS kann man ja auch per Fernüberwachung abfragen und so den SOC-Stand, Spannungen usw. in Erfahrung bringen.

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    Mit ein bischen fummeln und machen habe ich es geschafft, das die BMS-Daten über den Ve.Can in meinem Victron-System angezeigt werden. Ich kann die Lithium-Batterie auch als Batteriemonitor eintragen, so dass sich der Cerbo mit der Batterie unterhält und das BMS die Aktivitäten am Victron steuert.


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    Die Verbindung geht eigentlich ganz Easy über den UART-Port vom BMS auf der einen Seite und auf der anderen Seite ein LAN-Kabel das in den Ve.CAN-Port eingesteckt wird, man muss nur auf die Kabelbelegung achten.


    Jetzt allerdings die Fragen, bzw. der Punkt wo ich gerne Erfahrungen von euch abfragen würde.

    Die State-of-Charge Anzeige vom BMS zeigt sehr schnell 100% an, obwohl laut Mess-Shunt von Victron noch viel Luft bis wirklich voll ist und auch das BMS sieht, dass da noch geladen wird. Ist das bei euch auch so?
    Den Akku habe ich auch schon leer gemacht und wieder geladen in der Hoffnung, dass sich der SOC kalibriert, aber es hat nicht viel gebracht und ich habe wieder meinen Shunt als Batteriemonitor anstelle des BMS aktiviert.


    In dem Status gerade (BMS sagt 100%, Shunt sagt 78%) wird auch nur mit 280Watt geladen, obwohl der Multiplus-II den ich zum Laden verwende wesentlich mehr Power zur Verfügung steht. Wie sieht da die Ladekurve bei euch aus?


    Das wäre es erstmal, ich Danke für entsprechende Antworten und Erfahrungen.


    Grüssle



    Martin

  • Moin, hatte auch eine DIY Batterie mit Daly BMS lief bei mir fast 4 Jahre ohne große Probleme . Hin und wieder ist das BMS abgestürzt , nach dem Neustart ging dann alles wieder . Für unser neues Wohnmobil habe ich dann eine neue Batterie gebaut und ein JBD BMS genommen. Bis jetzt bin ich ganz zufrieden .

    Gruß

    Rigo

  • Zunächst ist es wichtig, dass auch wirklich alle Ströme über den Shunt gehen!!! Dieser Hinweis ist nicht unberechtigt, da ich schon mehrfach Situationen hatte, wo etwa die Solaranlage am Shunt vorbei verkabelt wurde.


    Bei meinem System ist es definitiv so, dass ALLES über den /die Shunt(s) läuft. Trotzdem weicht die Victronanzeige deutlich vom BMS (ebenfalls Daly) ab. Inzwischen vertraue ich dem BMS aber mehr als dem Shunt, was die Kapazitätsanzeige betrifft.

    Beispiel: Akku auf 100% SOC. Spannung passt und die SOC Anzeige ist logisch. Victron Shunt besagt ebenfalls 100% SOC. Dann 1h mit 30A den Heißwasser Boiler betrieben. Also 30Ah entnommen. Daly sagt 97,2% ... Victron sagt 100% ... Dann 5 weitere Stunden mit möglichst genau 10A belastet. Im Ergebnis zeigt das Daly dann 89% SOC und Victron immer noch 100% ...


    Die Werte vom Daly sind für mich logisch und nachvollziehbar. Beim Victron-Shunt habe ich das Gefühl. dass er zwar zählt (sieht man ja an den Verbrauchsdaten) aber den SOC anhand der Spannung ermittelt ... so sieht es aus, obwohl er ja eigentlich zählen sollte. Den Victron SOC zu korrigieren, ist mir bisher nicht gelungen aber ich habe mich da auch nicht besonders Engagiert. Ich schaue beim Victron-Shunt auch nur auf aktuelle Verbrauchswerte und ignoriere den SOC einfach.


    vG

    Martin

  • Hallo Martin, das BMS ist nie genau, kleine Ströme werden nicht gemessen. Mit welcher Ladeleistung das BMS arbeitet, kannst du einstellen, das 250 lässt max 250 A Be-Endladung zu.

    Bei mir ist leider im Moment das 3 BMS von Daly abgeraucht. Ich habe meine Selbstbaubatterie erstmal ausgebaut, und setze eine neue 500 Ah von Forster ein.

    Mein Selbstbau hatte auch 8 Zellen, und 640 AH.

  • Hallo Martin, das BMS ist nie genau, kleine Ströme werden nicht gemessen


    Ja, das ist durchaus bewußt. Ich habe aber keine "kleinen Ströme". Bei mir ist das Grundrauschen bereits bei 4-5A und so wird praktisch alles gezählt. Die Schwellgrenze ist ja bei 1A und da liege ich immer deutlich drüber ...


    vG

    Martin

  • Habe 2 JKBMS und den Victron Shunt. Leerlauf bei mir ca. 5W, Beide BMS zeigen 0,22A, das Victron 0,4A

    Die SOC anzeigen vom JKBMS sind sehr genau. Vom Victron manchmal nicht (so wie im BIld). Bisher tritt bei mir der falsche SOC am Victron dann auf wenn ich beide Batterien ausschalte oder den Shunt stromlos mache - Nach einmal leer machen und aufladen stimmt's dann wieder.)

    Die verbrauchten Ah sind sowohl beim JKBMS wie auch beim Victron stimmig.


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  • Zunächst ist es wichtig, dass auch wirklich alle Ströme über den Shunt gehen!!! Dieser Hinweis ist nicht unberechtigt, da ich schon mehrfach Situationen hatte, wo etwa die Solaranlage am Shunt vorbei verkabelt wurde.

    Danke schonmal, auch an alle anderen für die Antworten.

    Scheint ja dann bei mir was faul zu sein.


    Alle Ströme gehen über den Shunt und auch die Einbaurichtung vom Shunt stimmt soweit.

    Das BMS ist auf Laden und Entladen von 250A eingestellt.

    Einen BMS-Neustart könnte ich auch mal versuchen, vielleicht setzt sich dann ja was zurück.

    Grüssle


    Martin

  • Dass neuere Daly BMS erfasst auch Ströme unter 1 A.

    Daly setzt die 100 % Anzeige nur dann um, wenn eine Zelle mehr Volt erreicht, als in den Parametern angegeben ist.


    Angenommen im BMS ist 14,4 V / 3,60 V eingetragen, dann geht das BMS auf 100 %, wenn irgendeine Zelle diese 3,60 V überschritten hat.

    Dabei ist es irrelevant ob die anderen Zellen noch drunter rumdümpeln.


    Ferner stellt das Daly dann die Lademöglichkeit weg bis die Zelle wieder um einiges gefallen ist. Entladen ist weiterhin möglich.


    Nicht schön, aber ist halt so bei Daly.


    Bei mir liegt das BMS gegenüber dem Mastershunt teilweise um 25 % auseinander, ist also irrelevant, denn einzig die Einstellungen zum Abschalten der Lade/Entlademöglichkeit

    der Zellen sind ausschlaggebend.


    Beim Victron Shunt musst du schauen, wie der Peukertwert dort hinterlegt ist. Victron sagt 1.05 (aber für ihre Zellen) und Mastervolt sagt 1.0 (ebenfalls für Ihre Zellen)

    Ich habe bei den Evezellen in meinen beiden Akkus im Mastershunt 1.05 Eingetragen und komme gut damit klar.


    hier für Victronshunt beschrieben: https://www.victronenergy.com/…8f-f942-0603-283d02efa6aa


    Das Passwort für die Einstellungen ist Werksmäßig 123456 und sollte Zeitnah geändert werden, damit Fremde nicht via Bluetooth auf das BMS können und die Einstellungen verhunzen!


    Holger

  • Ich bin ja grade dabei zu bauen. Ich hab mich für die neue Generation von daly entschieden unter dem Markennamen 100balance. Der Unterschied zum normalen Daly ist der integrierte aktive Balancer. Bin gespannt wie das funzt.

    Zum Unterschied zwischen bms und shunt wäre auch mein erster Gedanke ein falscher Peukert-Coeffizient gewesen. Kennt ihr den Victron-Rechner dazu?

  • Habe 2 JKBMS und den Victron Shunt. Leerlauf bei mir ca. 5W, Beide BMS zeigen 0,22A, das Victron 0,4A

    Die SOC anzeigen vom JKBMS sind sehr genau. Vom Victron manchmal nicht (so wie im BIld). Bisher tritt bei mir der falsche SOC am Victron dann auf wenn ich beide Batterien ausschalte oder den Shunt stromlos mache - Nach einmal leer machen und aufladen stimmt's dann wieder.)

    Die verbrauchten Ah sind sowohl beim JKBMS wie auch beim Victron stimmig.


    Titelbild Dezember 2022.zip

    Wie hast Du es gelöst, dass beide Batterien (BMS) im Cerbo angezeigt werden?

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