Grösse der Solarplatten - maximal oder klein und flexibel

  • Moin,



    Ich denke mir jetzt verschiedene Möglichkeiten der Erweiterung meiner Solaranlage. Geplant ist >1kW, Befestigung auf Schienensystem mit Niederhaltern.



    Welche Vorgehensweise ist sinnvoller:



    - Platten mit maximaler Grösse auswählen und dafür in Kauf zu nehmen, mehrere Solarregler zu nehmen?

    - oder kleinere Platten etwa 40x50cm und dafür eventuell nur einen weiteren Solarregler zu verbauen?



    Ich tendiere aktuell zu den kleinen und gleichen Platten, da ich damit vermutlich mehr Flexibilität habe. Zudem erscheinen mir die kleinen Platten vielleicht auch stabiler und resistenter gegenüber Schwingungen zu sein.

    Nachteil ist natürlich der deutlich größere Aufwand beim Verkabeln und Befestigen.



    LG Dieter

  • Ich denke, was hier sinnvoller ist ist abhängig von den Platzverhältnissen.


    Du wirst auf jeden Fall weitere Regler brauchen, zuerst würde ich den vorhandenen Platz ausmessen und schauen was man an Platten anbringen kann.

    Dann passende Platten für das Tetris suchen und schauen wie das am besten gruppiert wird.

    Bei kleinen Platten ist mehr Verkabelungsaufwand, schau dir auf jeden Fall die Leistungsdaten an wie du die gewünschte Leistung umsetzen kannst.


    Ich habe möglichst große Platten gewählt da hier die installierte Leistung insgesamt höher war.

    Nachdem die großen Flächen belegt waren habe ich die restlichen Flächen mit in der Größe passenden Platten aufgefüllt und diese gruppiert

    an einzelne Regler angeschlossen.

    Hier musst du eventuelle Verschattungen berücksichtigen (Klimaanlage, Lüfter, Abgasrohre) damit möglichst wenig Verluste auftreten.



    vG Dieter

  • Hallo Dieter,

    es ist sicher eine Interessante Frage, Solar optimal auf dem Dach platzieren zu wollen.. Ich hoffe, Du vergisst dabei nicht den Einsatz mobiler Solarplatten. Ein optimaler Mix wäre sinnvoll.

    In der Winterzeit tragen bei mir die Hauptlast der Stromerzeugung meine mobilen Platten. Die Dachanlage ist dabei für eine Grundlast zuständig. So ab Mai/Juni bleiben die mobilen Platten meist in der Garage. Es sei denn, wir wollen mit dem Mobil im Schatten stehen.

    Eine wichtige Änderung war auch, auf 48V-Solarplatten umzustellen. Der Vorteil ist, dass sie morgens früher und abends länger Strom einspeisen, da die Spannungsdifferenz am Regler größer ist. was besonders in der Winterzeit vorteilhaft ist.

    Gruß Hajo

  • wenn ich die kleinen Platten nehme, kann ich bis zu 36 Platten an einen Regler hängen - laut MPPT Rechner von Victron. Aktuell wären 15 angedacht - als 3s 5p. Damit wäre ein recht kleiner 100/50 ausreichend.

    Und mit 15 Platten hätte ich in Summe etwa 1,1kWp.

  • wenn ich die kleinen Platten nehme, kann ich bis zu 36 Platten an einen Regler hängen - laut MPPT Rechner von Victron. Aktuell wären 15 angedacht - als 3s 5p. Damit wäre ein recht kleiner 100/50 ausreichend.

    Und mit 15 Platten hätte ich in Summe etwa 1,1kWp.

    Hier bitte auf die eventuelle Verschattung achten und wie Hajo (oldi45) schon geschrieben hat auch bitte darauf achten das die Spannung an den Paneele hoch genug ist.

    Je höher die Spannung desto eher bzw. länger arbeiten die Platten.


    vG Dieter

  • Ich denke, was hier sinnvoller ist ist abhängig von den Platzverhältnissen.

    So mache ich es auch immer. Zu groß sollten die Platten auch nicht sein denn die Schwingung der Glasfläche ist nicht ohne und führt früher später zu Schäden am Modul.

  • wenn ich die kleinen Platten nehme, kann ich bis zu 36 Platten an einen Regler hängen - laut MPPT Rechner von Victron. Aktuell wären 15 angedacht - als 3s 5p. Damit wäre ein recht kleiner 100/50 ausreichend.

    Und mit 15 Platten hätte ich in Summe etwa 1,1kWp.

    Und wenn dann eine Platte beschattet ist, zieht sie Dir das gesamte System leistungsmäßig herunter.


    Zudem verlierst Du durch 36 Platten die Fläche, die die Rahmen der Platten benötigen.


    Gehe auf Dein Dach, nehme Block, Bleistift und Zollstock zur Hand und messe Dein Dach aus. Danach erstelle ich immer eine Skizze des Daches, berücksichtige alle Auf- und Einbauten und plane dann, welche Größe an Module verwendbar sind.

    Dabei solltest Du die maximal mögliche Größe von Modulen anstreben. Das ist einfacher zu montieren und verkabeln. Und die Fehlerquote durch defekte Verkabelung/Stecker wird deutlich geringer.

    Lieber 3 MPPT 100/20 als ein 100/50.

    Wenn dann ein String ausfällt hast Du immer noch weitere Strings übrig.

  • Ich hab ja letztes Jahr ergänzt: werksseitig 2x175W waren die Basis, parallel gespeist über einen Votronic MPP-Regler 350.

    Dazu kamen 2 Wattstunde Hochvoltmodule mit je 205W.

    Diese laufen parallel - zunächst auch auf einen Votronic Regler, allerdings MPPT.

    Im nächsten Schritt (= jetziger Stand) wurden die Votronic Regler gegen Victron 100/30 getauscht und in diesem Zusammenhang die Werksmodule seriell verschaltet.


    Aus dieser Erfahrung heraus würde ich nur Hochvoltmodule verbauen, die beginnen erheblich früher zu liefern 👍

  • Mischen!!! ein paar große Platten für die Grundleistung. Dann auf separaten String mit kleineren Platten die Lücken füllen. Reduziert auch die Audfallrate, wenn mal ein Teil beschattet ist ... Ich hab es mit 3 Strings gemacht und 3 verschiedene Abmessungen so gepuzzelt, bis ich das Dach optimal belegt hatte. Laufwege hab ich behalten und könnte da noch nachfüttern, wenn die "Schiebe-/Auszugmethode" nicht den gewünschten Erfolg bringt.


    vG

    Martin

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