Auf der letzten Tour hat es uns auch mal erwischt.
Mit Wohnmobil (8,2m) und Kofferanhänger (4,2m) als Gespann unterwegs, ist mir ein eklatanter Bedienfehler unterlaufen..
Ich habe einen Zusatzkraftstofftank auf den ich mittels Magnetventilen Diesel Vor und Rücklauf umschalten kann. Regelmässig möchte ich die Tanks wechselseitig möglichst weit entleeren um beim Tanken dann immer viel des frischen Saftes zu bunkern (Vorbeugung von Dieselpest etc.pp.)
Ich hab es dabei übertrieben und einen Tank komplett leer gefahren ohne rechtzeitig umzuschalten, mit entsprechend leisem dahinrollen, leider auf der Autobahn. Beim umschalten auf den anderen Tank war ich dann in der Hektik nicht konzentriert, statt nur kurz Zündung aus/an hab ich die Kupplung getreten und den Anlasser bemüht, mangels Motor Drehung hat das aber nicht gereicht um die Luft die in der Dieselzuleitung vor dem Motor stand, rauszubekommen. Bin auf dem Standstreifen ausgerollt und neben mir ballerte 3 spurig der Verkehr vorbei. Leider an einem Wochentag, also auch hinreichend LKW Verkehr.
Der orgelnde Anlasser hat's nicht geschafft obwohl er sich dank voller Startbatterie redlich bemüht hat, ich wollte es letztlich aber auch, angesichts der Temperaturen, nicht übertreiben und den Anlasser nicht rösten.
Mangels passender Ausstattung (nach Rückkehr direkt korrigiert) war ich selbst nicht Handlungsfähig, also Pannendienst angerufen (Schutzbrief bei der Versicherung)
Man war bemüht aber hat mir nach Rücksprache zu verstehen gegeben dass absehbar kein Unternehmen in der Lage wäre die Fuhre aufgrund Länge/Höhe/Gewicht von der Autobahn zu bekommen, der Tipp war die Polizei zu verständigen, dort würde man für "so einen Fall" über Dienstleisterkontakte verfügen welche dann auch verpflichtet wären anzurollen. Wissend dass ich eigentlich "nur" Luft in der Dieselzuleitung habe, hab ich der Dame erklärt das mich "jeder" Pannenhelfer mit hoher Wahrscheinlichkeit wieder flott bekommt und sie hat mir dann dankenswerterweise einen ebensolchen regulären KFZ Pannendienst geschickt. Dauer bis dahin ca. 90 Minuten auf dem Standstreifen, also noch human. Der Pannenhelfer sprühte etwas Starthilfespray in die Luftzufruhr und Motor und ich waren wieder Freunde.
Ab sofort führe ich immer 2 Dosen "Startpilot" mit, außerdem wird ein kleiner Nottank bestellt der wenn notwendig im Motorraum Platz finden wird und für den vermutlich unwahrscheinlichen Fall gedacht ist dass meine Magnetventil Mimik der Tanks mal komplett spinnt und ich mit wirklicher Unterbrechung in der Kraftstoffzuleitung liegen bleibe.
Auf dem Autobahnstandstreifen zu hören das absehbar niemand greifbar ist um abzuschleppen ist nämlich sehr uncool und jedwede Arbeiten am Fahrzeug, wenn neben einem der Verkehr lang donnert natürlich ebenfalls.
Ich sag euch, so ein Erlebnis brauch man nicht, aber immerhin bin ich für die Zukunft besser vorbereitet.