Motivation ab 75

  • Guten Tag,

    so langsam beginnt es, die Überwinterung zu planen. Falls nichts dazwischen kommt, planen wir, Anfang Oktober bis Ende März über Nordspanien/Portugal an die Algarve zu reisen.

    Ab und zu kommen immer wieder mal Zweifel auf, sollten wir nicht besser daheim bleiben? um Freunde uud Familie zu genießen?

    Oder sogar das Reisemobil verkaufen???

    Liegen diese Gedanken am Alter oder an einer gewissen Sättigung? oder sogar nur an der Bequemlichkeit?

    Gerne erwarte ich Eure Erfahrungen

    Schönen Sonntag Harald


    Unsere Heimat

  • Reisen mit dem Wohnmobil – das ist längst eine neue Kultur geworden. Inzwischen aber auch eine neue Herausforderung. Immer mehr Käufer drängen auf den Markt – immer mehr Fahrzeuge stehen auf Stell- und Campingplätzen. So mancher erfahrener Wohnmobilist sucht bereits nach Alternativen, denn die ehemalige Freiheit des mobilen Reisens wird sehr oft eingeschränkt. Ich verstehe daher Harald recht gut.


    Langfristige Vorplanungen mit Anmeldungen auf Stell- und Campingplätzen, mit Vorkasse- und/oder Anzahlungen, die verfallen, wenn man nicht erscheint, zwingen zum planen und buchen wie bei einer Pauschalreise. Ist das noch das Reisen mit dem Wohnmobil wie ich/wir es kennen?


    Natürlich bleibt das Wohnmobil ein besonderes Feeling. Allein das Cruisen mit dem großen Fahrzeug, die hohe Sitzposition und das Bewusstsein jederzeit anhalten zu können und alles dabei zu haben, um eine kurze Pause zu machen, beruhigt ungemein und lässt die Fahrt genießen. Deshalb ist monatelanges überwintern auf Stellplätzen im vier Meter Abstand zum Nebenmann zumindest für uns nicht sehr reizvoll.


    Doch um rechtzeitige Planungen kommen wir deshalb auch nicht herum. So ist eine Tour ins Allgäu, mit Teilnahme an einem Silvester-Buffet, ohne eine rechtzeitige Anmeldung quasi unmöglich.


    Bis auf diese Ausnahme bleiben wir spontan. Wir fahren wenn wir wollen, übernachten auf Stellplätzen, die wir schon am frühen Nachmittag anfahren und bleiben immer nur solange, bis wir Lust auf’s weiterfahren bekommen. Wir sind damit wohl die Ausnahme – doch solange es die Gesundheit uns erlaubt und unser Cruiser uns erhalten bleibt, wird sich daran nichts ändern.


    VG Wolf

  • Hallo Wolf,

    wir sind absolute Freisteher. Mit dem planen meinte ich nicht Campingplatz oder Stellplatz, sondern die ungefährte Route. Wir versuchen, immer wieder Strecken zu fahren, die wir nicht kennen, d.h. nach Möglichkeit keine Autobahn.

    LG Harald

  • So sehe ich das auch. Wir fahren immer nur mit einem groben Plan los und lassen uns treiben. Wo es uns gefällt bleiben wir ein paar Tage ansonsten fahren wir stressfrei weiter.

    Stellplätze nur sehr selten und zur Entsorgung. Campingplätze nur wenn es unumgänglich ist. Wir lieben die Freiheit die wir momentan noch finden.

    Gruß

    Martin

  • Warum so lange im Voraus planen und buchen? Ist doch keine Pauschalreise?


    Eine Langzeit Reisemobiltour kann ich doch nicht mit einem Kurztripp Allgäu mit Silvestermenü vergleichen! Klar, da buche ich auch. In welchem Restaurant/Hotel/Festsaal kann ich denn am 31.12. um 18 h ankommen und nach „meinem“ Tisch fragen wenn ich nicht reserviere.


    Aber Langzeitfahren mit dem Reisemobil? Da plane ich höchstens grob wo es hin soll - also welche Länder ich durchquere. Stellplätze buchen im Voraus? Never ever, da fühle ich mich wie in einer Zwangsjacke und muß zu einem bestimmten Zeitpunkt dort sein. Will ich das? Nein!

    Das ist doch die gelebte Freiheit, morgens zu entscheiden ob bleiben oder links oder rechts weiter zu fahren.

  • Hallo Harald, ich kann mit dir fühlen. Bin 72..Wir haben unser derzeitiges Womo seit einem halben Jahr. Trotzdem kommen auch solche Gedanken. Jede Fahrt geht weg von unserer Familie (ein Sohn, zwei Enkel).

    Unsere Planung: keine langen Fahrten, nur 3-4 Wochen. Kurrze Fahrten mit Enkel (4 und 8 Jahre). Und unseren Sohn beim geplanten kaufen eines Wohnmobils kräftig finanziell unterstützen.

    Dann im Winter gemeinsam Skiurlaub und im Sommer ebenfalls Wochenende gemeinsam mit Wohnmobil.

  • Ab und zu kommen immer wieder mal Zweifel auf, sollten wir nicht besser daheim bleiben? um Freunde uud Familie zu genießen?

    Oder sogar das Reisemobil verkaufen???

    Da kommen bei mir gleich 4 Zweifel/Überlegungen auf:


    -Wo ist "daheim"?

    -Freunde sind nur dann Freunde, wenn sie von egal wo und über egal welche Entfernung Freunde sind.

    -Familie sind die "Freunde", die man sich nicht aussuchen durfte....

    -Reisemobil verkaufen nur im Tausch gegen Boot, damit Küsten keine Grenzen mehr haben.


    Ich habe für mich ganz persönlich entschieden, dass ich lieber tot in einem Reisemobil irgendwo im nirgendwo gefunden werde, als vom Nachbarn seiner Frau (ihr Mann hätte eh den Schlüssel nicht ;p ) in einer Wohnung oder einem Haus. Und mir geht es damit gut.

  • Lieber Harald,

    interessante Überlegung die du anstellst.

    Letztendlich kannst du (und immer dein Partner) dir die Fragen nur selbst beantworten.

    Wie wäre es für dich wenn morgen dir einer das Wohnmobil abholt und damit reist?

    Du ab morgen deine Freunde und Familie mehr genießen kannst.

    Würdest du das Reisen vermissen?

    Wäre es ein Gewinn (mehr Freunde und Familie) oder mehr ein Verlust (nicht mehr zu reisen)?

    So wie du bisher reist als Freisteher ist mir immer ein Stück weit Ansporn ähnliche Orte zu finden und aufzusuchen.

    Würdest du mich fragen wäre mein Rat, so weiter zu reisen, aber in einem kürzerem Zeitraum. So könntest du reisen und deine Freunde und Familie genießen.

    Liegt es am Alter oder an einer Sättigung?

    Ich denke beides.

    Liebe Grüße Frank

  • Lieber Harald,

    deine Gedanken sind sehr verständlich. Mit den Jahren verschieben sich die Prioritäten, manchmal auch durch Krankheiten. Reisen und Abenteuerlust treten manchmal in den Hintergrund, während Ruhe, Vertrautheit und Zeit mit Familie wichtiger werden. Ob das nun am Alter, an einer gewissen Sättigung oder einfach am Wunsch nach Bequemlichkeit liegt, spielt keine große Rolle, wichtig ist, was sich für euch im Moment stimmig anfühlt. Vielleicht muss es ja auch nicht gleich das große „alles oder nichts“ sein: Behaltet das Reisemobil, probiert kürzere Touren oder wartet noch eine Saison ab. Am Ende zählt, worauf ihr später lieber zurückblicken möchtet – auf weitere Reisen oder auf die gemeinsam verbrachte Zeit zu Hause.


    Viele Grüße und einen schönen Sonntag!

  • Wir machen nur 50% der Urlaube mit dem WoMo, der Rest sind Ferienwohnungen oder auch mal ins Hotel.

    Die WoMo Zeit ist sicher bei uns endlich.

    Wir behalten eine kleine Homebase und suchen eine Wohnung an einem schönen Ort.

    Auf Dauer ist mir auf den Plätzen zu viel Trubel, zu viel wechselnde Nachbarn und der Raum im WoMo doch zu eng, länger als zwei Wochen wollte ich das nicht.


    Das Fahren wird ja verkehrsbedingt auch immer schlimmer, spontanes Reisen ist ja auch ein Risikospiel da alles überlaufen ist.

    Mal abwarten wie es kommt.

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