Frage zur Gewichtsangabe

  • Ich habe einen Arto 88 konfiguriert und habe zu den Gewichtsangaben eine grundsätzliche Frage. Ist es richtig das die technisch zulässige Gesamtmasse minus Masse im fahrbereiten Zustand, die mögliche Zuladung ergibt?

    Entschuldigt, dass ich eine wahrscheinlich so einfache Frage stelle….

  • Vom Ansatz her ja.

    Wenn bei der Konfiguration die zusätzlichen Gewichte berücksichtigt wurden.

    Um da Klarheit zu haben hilft nur wiegen.

  • Theoretisch ja, der ADAC hat das mal ganz gut erklärt: https://www.pincamp.de/magazin…steiger/wohnmobil-gewicht


    Allerdings können die Hersteller auch hier noch tricksen, z.B. mit der Angabe "Tankfüllung im Fahrbetrieb XY Liter".
    Aufpassen musst du auch, dass dies nur auf "Werksseitig verbautes Zubehör" zutrifft. Sofern der Händler etwas beim Kauf "auf seine Kosten" nachrüstet, ist dies nicht mit eingerechnet.

  • ......................................Allerdings können die Hersteller auch hier noch tricksen, z.B. mit der Angabe "Tankfüllung im Fahrbetrieb XY Liter".

    oder mit der Angabe bezüglich Gewicht: ... zulässig sind + - 10 % blabla


    das sind bei einem 7 Tonner schon mal 700 kg die er mehr haben dürfte, ohne daß Du reklamieren kannst.

  • Hatte ich vergessen….

    Irgendwo im Konfigurator gibt es eine Erklärung, wie das gerechnet ist.


    Ich glaube mich zu Erinnern, dass bei Nibi die "Verbleibende Masse für Sonderausstattung" von der "Herstellerseitig maximale Sonderausstattung" abgezogen werden muss und dann diese Summe zur Masse im fahrbereiten Zustand addiert werden muss.


    Dies würde bei Dir 4.632 Kg und somit 868 Kg Zuladung ergeben, was für mich durchaus realistisch klingt.


    Zu erkennen ist dies auch im Konfigurator. Egal was Du hinzufügst, bleibt die Masse in fahrbereiten Zustand immer Gleich aber die Masse der Ausstattung erhöht sich.


    Ist zwar rechtlich so erlaubt, allerdings für mich irreführend.

  • Momentan sind die Gewichtsangaben extrem verwirrend, ist bei vielen Herstellern leider so.


    Ich hatte mal spaßeshalber einen Dethleffs Globebus Performance konfiguriert.


    3.880 kg Technisch zulässige Gesamtmasse*

    662 kg Herstellerseitig festgelegte Masse für Sonderausstattung*

    3.050 kg (2.898 - 3.203 kg) (%s) Masse in fahrbereitem Zustand (+/-5%)*

    210 kg Verbleibende Masse für Sonderausstattung*

    4 Zugelassene Sitzplätze (einschließlich Fahrer)


    Da kann ich rechnen wie ich will, ich komme nicht auf die Zahlen.


    3880 - 3050 = 830 Wenn ich von denen noch die 662 abziehe, bleiben 168kg.


    Dann würde mich interessieren, wie die bei 210kg Restzuladung noch 4 Sitzplätze angeben, wenn je Person mit 75kg gerechnet wird + 10kg pro Meter Fahrzeug + 10kg persönliches Gepäck. D.h. bei 3 zusätzlichen Personen kommen nochmals 315kg dazu. Restzuladung ist aber nur 210kg.


    Die Daten sind nicht nachvollziehbar und nicht schlüssig.


    Gruß Axel

  • Ok, ich denke, ich bin jetzt verwirrter als vorher.

    Ich hatte mir das eigentlich so vorgestellt:


    Ein Fahrzeug hat ein maximal zulässiges Gewicht. In meinem Fall 5.500kg

    Die Masse im fahrbereiten Zustand beträgt 3859kg. Die Differenz beträgt 1641kg. Die zulässige Masse für Sonderausstattung beträgt 1425kg, bleiben also 216kg über. Aktuell verbleiben aber noch 652kg die nicht für Ausstattung genutzt wurde. Also 652 + 216 =868kg, die noch zugeladen werden können.

    Sehe ich das richtig?

  • Hallo,


    als ich damals 2019 unseren 830er konfiguriert habe, wurden oben (glaube ich) jedes mal die veränderten Fahrzeugmasse-Zahlen angegeben. Da die zulässige Masse mit 7,49 t bekannt war, brauchte ich doch nur die Differenz beachten und entsprechend "verteilen" auf die einzelnen Posten, die ich noch mitnehmen muss, also Diesel, Gas, Wasser, ggf. "Wasser"-Bestand in Grau- und Schwarzwassertank, Geschirr, Klamotten, mich selber, meine Frau etc. Und das kam alles auch so in etwa hin nach dem ersten Wiegen. Um die "Masse im fahrbereiten Zustand" und deren Definition habe ich mich gar nicht gekümmert. Aber da war wohl noch die Betrachtung aus meiner Schiffsprojektierungszeit im Unterbewusstsein präsent. Da gab´s auch hauptsächlich die drei wichtigen Massen: "Masse leeres Schiff", "Deadweight", also Masse der Ladung, und "Masse Deplacement", also die Masse des verdrängten Wassers, welche der Gesamtmasse entspricht.


    Ob das heute allerdings bei NiBi noch genauso ist, weiß ich nicht.


    VG Dieter

  • Ein Fahrzeug hat ein maximal zulässiges Gewicht. In meinem Fall 5.500kg

    Die Masse im fahrbereiten Zustand beträgt 3859kg. Die Differenz beträgt 1641kg. Die zulässige Masse für Sonderausstattung beträgt 1425kg, bleiben also 216kg über. Aktuell verbleiben aber noch 652kg die nicht für Ausstattung genutzt wurde. Also 652 + 216 =868kg, die noch zugeladen werden können.

    Sehe ich das richtig?

    Hallo Thorsten,


    ich war gerade mal im Konfigurator von NiBi. Leider ist es nicht mehr so schön einfach, wie damals. Es ändert sich die "Verbleibende Masse für Sonderausstattungen" mit dem Fortschritt der Konfiguration. Daraus schlussfolgere ich, dass Du von den möglichen 1425 kg nur die um 652 kg verringerte Masse für Deine Sonderwünsche verbraucht hast. Damit kommt diese Verringerung zu Deiner Zuladung dazu. Deine obige Betrachtung müsste also richtig sein. Bleibt allerdings noch zu berücksichtigen, was NiBi schon an Tankvolumen und dgl. in seiner "Masse im fahrbereiten Zustand" eingerechnet hat. Das brauchst Du ja dann nicht mehr, wie ich damals, mit zur Zuladung zu rechnen. Also bspw. nur noch Deine Frau (deren Masse :)) und sicher nicht mehr Dich selbst, falls Du Standardgewicht hast ^^.


    VG Dieter

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