Wir haben uns im Laufe unserer Wohnmobil Reisen, für die Grundrisse mit Hecksitzgruppe und Alkoven entschieden und möchten es auch nicht mehr in anderen Fahrzeugen tun.
Als letztes Fahrzeug hatten wir einen Grand Alpa Plus, der in seiner Größe und mit einem großartigen Grundriss unsagbar viel Stauraum, und Möglichkeiten des Reisens ermöglicht. Einzig die Heckgarage schränkt einen etwas ein, da die Innenhöhe mit einem guten Meter die Nutzung etwas einschränkt. Dadurch waren wir auch mit Anhänger unterwegs.
Das Lümmeln in der Hecksitzgruppe ob beim Lesen oder Fernschauen mit einem schönen Rundumblick ist für uns die beste Entspannung. Im Vergangenen Mai, verbrachten wir 4 Wochen in Kroatien, und die Neugierde hat mich einfach mal wieder, nach langer Zeit, in Mobile geführt- Stöbern, Schauen, Vergleichen, recherchieren. Dabei bin ich auf ein Fahrzeug gestoßen, dass mich in seiner Ausstattung, Schönheit und guten Design sehr angesprochen hat.
Man muss dazu erzählen, dass wir Ende 2027 nur noch im Wohnmobil unterwegs sein werden um Europa kennen zulernen. Also habe ich das Fahrzeug meiner besseren Hälfte gezeigt.
Der Grand Alpa ist in sechs Jahren zu einem Autarken Mobil geworden, natürlich durch zahlreiche Umbauten, Akku mit 1320 AH, Solar mit 1120 Watt, Kompressor Kühlschrank, Heißluft Backofen mit Dampfgarer usw. Begrenzt waren wir nur durch den Frischwasservorrat mit 230 Liter. Meine Frau sagte nach einiger Zeit, dass ein Wechsel nur in Frage kommt, wenn wir das Womo so bestellen, dass keine großen Umbauten, nein Sie sagte „Bastelleien“, vorgenommen werden, und der Hänger dadurch eingespart werden kann. Dass war für mich das Okay, für das Projekt „Elliot“.
Alle unsere Wohnmobile hatte Namen, auch unser erstes, ein Hobby Premium Drive „Sir Henry“ so kam ich auch zu meinem Namen, den ich in verschiedenen Foren verwende.
Im Jahr September 2024 besuchte ich den Caravan Salon in Düsseldorf, und hatte bei 2 Herstellern Termine, um ein entsprechendes Fahrzeug zu Konfigurieren und zu bestellen.
Beide Hersteller haben eine Heckgarage, die durch die Rundsitzgruppe eingeschränkt sind, trotzdem bieten Sie auf 1 Meter breite eine lichte Höhe von 1,20 m.
Morelo hatte im Juni 2024 sein neues Außendesign präsentiert, was mir sehr gut gefiel, jedoch war ein Palace Alkoven 88DL nicht in der Preisliste zu finden. Voller Freude und Aufregung habe ich die Stunden auf dem CSD erleben dürfen, und ich hatte 2 Fahrzeuge konfiguriert bekommen, auch den Morelo der noch in keiner Preisliste auftauchte. Die Gespräche mit den Verkäufern waren rund um sehr gut, auch in Themen der Beratung. Den Ausschlag für die Entscheidung brachte neben dem Preis, Zugangstüre XXL, 500 Liter Frischwasser und für uns das ansprechendere Ambiente. Die Entscheidung hatte ich mit Jana telefonisch abgestimmt. Tagsüber habe ich Sie mit unsagbaren Bildern versorgt.
Ja ich war allein da, zu der Zeit verweilte ich beruflich in Köln, und konnte es mir kurzfristig einrichten den CSD zu besuchen. (Wohnort liegt in Mittelfranken)
So habe ich am 03.09.2024 eine Bestellung bei Morelo unterschrieben. Als Liefertermin stand in der Bestellung April 2025. Zuhause angekommen, haben wir den Grand Alpa Plus inseriert, Verkauft, und Mitte November 2024 abgegeben. Eine Lange Zeit ohne Wohnmobil hatte begonnen. Unseren geplanten Urlaub über den Jahreswechsel 2024/2025 mussten wir in einer Ferienwohnung verbringen. Es war schön, aber eben kein Wohnmobil mit Rundsitzgruppe. Wieder zuhause hat mich ein Anruf erreicht, dass der Liefertermin nicht gehalten werden kann, da der Werkzeugbauer die Form für die Heckmaske nicht fertigbekommt. Neuer Liefertermin frühestens Juli 2025. Unseren geplanten Sommerurlaub haben wir deshalb abgesagt. Die Zeit des Wartens wurde länger und länger und war bzw. ist manchmal sehr hart. So sind die Tage, Wochen, und Monate ins Land gezogen. Und wieder klingelte eines Abends Ende Mai das Telefon. Der Geschäftsführer von Morelo hat sich am anderen Ende der Leitung gemeldet. Er teilte mir mit, dass wir seine einzige Bestellung für eine Rundsitzgruppe seien, und Sie von einer größeren Anzahl von Bestellungen ausgegangen sind, beim Vertragsabschluss. Ein Werkzeug für mehrere Hunderttausend Euro sei wirtschaftlich sehr schwer vertretbar. Für mich, ich bin selbst für 1000 Mitarbeiter verantwortlich absolut nachvollziehbar. Als Lösung hat er mir ein Fahrzeug Modelljahr 2026 mit einer Heckmaske Modelljahr 2024 angeboten, natürlich mit einem Anreiz, der die Entscheidung leichter machte.
Ein weiteres Warten, begann dadurch mit der Hoffnung, dass der Liefertermin im Juli 2025 gehalten wird. Es hat nicht funktioniert, und so kamen die Werksferien, und der Caravan Salon 2025 dazwischen. Im September war ich mal wieder auf dem Rückweg von Köln nach Franken, und der Zufall hat mir unser Fahrzeug auf der Probefahrt präsentiert. Es konnte nur unser Fahrzeug sein, Seitenteile ohne Dekor, Heckmaske mit Fenster und senkrechten runden Heckleuchten. So konnte ich das Fahrzeug am Ende über den Zaun in Schlüsselfeld bewundern. Einige Sachen sind mir bei der Bewunderung aufgefallen, die ich per Kamera festhielt.
Eine Woche später, besuchte ich am Spätnachmittag meinen Händler, um eine eventuelle Auslieferung zu erfragen. Er konnte mir nichts dazu sagen, da aus dem Werk noch keine Info vorlag. Ich setzte Ihn in Kenntnis, was mir aufgefallen ist, und so verabschiedete er mich mit der Aussage sich darum zu kümmern. Am 30.09. kontaktierte mich der Verkäufer, er teilte mir mit das es am 06.10. eine Einladung ins Werk gibt, um alles weitere zu Besprechen.
Am Nachmittag des 6.10. traf ich mich am Besucherparkplatz mit meiner Frau, zusammen meldeten wir uns am Empfang, zum Termin mit der Vertriebsleitung. Wir wurden sehr freundlich empfangen. Eigentlich hat das an den Besuchen zuvor schon immer sehr zuvorkommend und freundlich stattgefunden. Der Empfang ist schon besser als bei den Mitbewerbern. Herr Stadthalter begrüßte uns mit einem Lächeln, stattete uns mit Warnwesten für Gäste aus, und führte uns zu unserem Fahrzeug. Es gab einen konstruktiven Austausch, zu allen Auffälligkeiten, mit Lösungsvorschlägen. Bei der Besichtigung des Innenraums fehlten Abschlüsse an Regalen und Schrankklappen. Hierbei handelt es sich um Zulieferteile, die Just in Time ans Band geliert werden. Die fehlenden Teile haben die Endkontrolle durch Schäden nicht bestanden. Eine Nachlieferung dauert, und daher ist das Fahrzeug nicht auslieferbar.
Uns wurden auch, weitere Details erläutert, warum sich die Zeitschiene verlängert hat, bzw. Verlängern kann. Durch Einführung der Sprachsteuerung, müssen für die verschiedenen Modelle und Grundrisse, Softwareanpassung vorgenommen werden. Und es gibt auch diverse Probleme die Aufbau Elektronik mit dem Canbus System des Fahrgestells. Dabei muss Morelo und auch die Mitbewerber mit Iveco gemeinsam Lösungen finden. Die Steuerung wird bei Iveco in Italien gefertigt, auch die Software, dadurch sind die Wege schließlich auch die Zeit unsagbar lang.
Letztendlich werden alle Auffälligkeiten durch Morelo in Ordnung gebracht, und wir bekommen unser Traummobil. Zusätzlich bekommen wir ein Fahrzeug, dass es in Ausstattung und Grundriss ein einmaliges Unikat auf dieser Welt darstellt. Die Abschließenden Gespräch in Schlüsselfeld haben uns das Gefühl gegeben, ganz dem Slogan „Willkommen Daheim“
Der eine oder andere von Euch, denkt sicher, ich hätte, dass nicht alles hingenommen und akzeptiert. Das ist uns aber egal, wir freuen uns unser Mobil im November zu empfangen.