Nach der Schaukelei über Norwegens Landstraßen hab ich mir die Marquartdämpfer gegönnt. Nach Beratung wurde vorn Stufe 2 und hinten Stufe 4 empfohlen. Nach wenigen Tagen klingelte gestern UPS und brachte das ersehnte Paket.
Heute war es dann soweit und wiedereinmal war ich sehr froh Hubstützen zu haben. Damit wurde das Fahrzeug zunächst vorn angehoben (und gesichert) und dann seitenweise das Rad eingeschlagen damit man gut an die Schrauben kam.
Für die hinteren wurde dann seitenweise angehoben.
Apropos Schrauben: ich hatte mir noch neue selbstsichernde Muttern bei Iveco besorgt. Sicher ist sicher… Schnapper war das nicht, weil die benötigten 6 Stück mit angesetzter U-Scheibe das Stück netto über 7 Euro gekostet hat. So wurde ich dann gesamt fast 60 Euro los 😳. Schrauben etc. habe ich weiterverwendet. Laut Marquart sollen die Verbindungen übrigens mit 120 NM angezogen werden.
Also zunächst vorn. Dabei fällt auf, dass die Marquartdämpfer länger sind als die Originalen. Ein Anruf klärt dass das so sein soll.
Hier dann mit Werkzeug am rechten Vorderrad:
Die Schlüssel-/Nußgröße beträgt übrigens 24.
Der Wechsel ging flott von statten: Schrauben lösen, Muttern und Scheiben entnehmen, Dämpfer von den Bolzen schieben.
Neuen Dämpfer unten leicht auf den Bolzen setzen, etwas zusammendrücken und oben auf die zweite Schraube führen. Die Bolzen bzw. Schrauben hatte ich zuvor mit etwas Fett eingeschmiert - an der Stelle wo der Dämpfer sitzt. Damit das nicht festgammelt. Nach der Montage mit dem richtigen Drehmoment hab ich die Schraubverbindungen und die Rundösen noch mit Unterbodenwachs eingesprüht. So sollte ich das in einigen Jahren auch mal wieder ab bekommen.
Iveco hätte das auch mal machen sollen… einer der hinteren Dämpfer weigerte sich nämlich standhaft vom unteren (an der Hinterachse festgeschweissten!) Bolzen zu rutschen. WD40 half nix. Am Ende nahm ich dann eins der selten benutzten Werkzeuge im Regal - einen kleinen Abzieher. Damit zog ich dann den Dämpfer samt Gummilagerung von der festsitzenden Hülse und erinnerte die festsitzende Hülse dann mit einigen Hammerschlägen dass Festsitzen doof ist. Das half. Auch dort wieder - nach dem entrosten Fett auf den Teil wo die Stoßdämpferhülse später sitzt.
Auf der Fahreseite hatte das wohl die Hülse mitbekommen und trennte sich ohne Erinnerung.
Die übrigen Arbeitsschritte dann identisch zu den zuvor beschriebenen.
Zeitaufwand inkl. der „Erinnerung“ 2 Stunden.
So schaut’s nun aus.
Vorn: IMG_4409.jpg
Hinten: IMG_4408.jpg
Die Fahrerprobung muss leider bis kommende Woche warten. Beim Einsteigen ist aber schon ein deutlicher Unterschied wahrzunehmen 👍