X290 - Reserverad Seilzug festgerostet, wie ausbauen?

  • Hi,

    wollte heute mal das Reserverad ablassen da ich morgen zum Reifenwechsel fahre. Einer der guten alten Reifen soll das Uralt Reserverad ersetzten.
    Leider kann ich den Mechanismus nur eine viertel Umdrehung in beiden Richtungen drehen. Dann rutsch der Sechskant durch.....schieeet
    Ich vermute das der Seilzug festgegammelt ist.
    Hat jemand eine Idee wie ich das einfach rausschneiden kann?
    Ich würde sonst die beiden Seilzüge einfach trennen, aber vielleicht hat das auch schon jemand gehabt und hat eine bessere Idee?


    Thomas

  • Die Frage ist, wie gut man das reparieren kann, wenn die Seile erst einmal durchtrennt sind.
    In Unkenntnis der "Einbausituation" würde ich auf das gute alte WD40 setzen. Schraube und Seilzug bzw. Führung, evtl vorhandene Umlenkrollen, gut einsprühen. Etwas einwirken lassen, und dann ggf zu zweit arbeiten. Einer schraubt, einer "zieht" am Reserverad.

  • Hi,

    naja, der Ausbau sind 4 Schrauben/Mutter SW13...und ne FLEX...


    Ich habe es aber anders hinbekommen und möchte meine Lösung mit Euch teilen.

    Die Kunststoffabdeckung des Kurbelmechanismus hat 4 Kreutzschlitzschrauben. Von denen habe ich eine entfernt und mit der Tülle vom WD40 probiert ob man damit in den Mechanismus rein kommt.....es geht !!


    Also alle 4 raus und mit WD40 in alle Richtungen im Gehäuse gesprüht bis aus den unteren Löcher nur noch klares WD40 rauslief. Dann die beiden unteren wieder rein und in die oberen Öl reinlaufen lassen mit dem Pumpöler, solange bis es am anderen Loch wieder raus kam. Zusätzlich habe ich mit Brecheisen und Holzunterlage den Reifen versucht nach unten zu Hebeln.

    Dabei habe ich in der Mitte des Reifen hinter der Felge die Umlenkung gesehen. Diese habe ich auch mit WD40 und Sprühfett bearbeitet.

    Das habe ich dann 20 Minuten sitzen lassen.

    Dann mit dem Bordwerkzeug immer wieder vor und zurück gependelt und beim Losdrehen immer ein bisschen fester weiter gedreht. Das rutscht irgendwann durch wenn die Kraft zu groß wird. Nach dem dritten Durchrutscher ging es plötzlich einfacher...... entweder ganz ab oder es hat sich gelöst.


    In meinem Fall baumelte das Rad schon, das heißt es ließ sich jetzt einwandfrei drehen.


    Runterdrehen und rausziehen. Handmutter war festgegammelt. Also WD40 und Kriechöl . Der Sterngriff ist oben offen so das Wasser und Dreck sich in dem Loch sammeln. Werde das wohl mit Fett oder Silikon auffüllen.


    Halteplatte rausfummeln... gewonnen


    Dann hab ich mir angesehen wie der Zug realisiert ist und das Zugkabel leicht geölt. Das Rohr in dem es Sitz wenn das Reserverad oben ist hat am Ende eine Kappe. Abmachen und Öl rein.

    Kappe wieder drauf und ohne Rad 5-6 Mal rauf und runter kurbeln bis sich das Öl überall hin verteilt hat.


    Rad wieder einhängen, zuvor die Halteschrauben mit Drahtbürste reinigen und Gewinde des Sterngriff ansehen. Das Gewinde ist am Ende des Einschraubweg künstlich verengt. Man kann den nicht vollständig durchschrauben. Damit ist ein Überdrehen per Hand nicht möglich.


    Ergo, nicht aufgeben. WD40, Sprühfett und Motoröl zusammen mit Geduld und Gefühl haben geholfen.


    Ab jetzt 1 Mal pro Halbjahr rauf und runter kurbeln. Dauert keine 5 Minuten, spart aber 1 Std. Fluchen und im Dreck liegen.


    Ich stell mir das im Regen auf der Autobahn vor....aaaarrggggg


    Thomas

  • So ungefähr hab ich es auch gemacht.. Das herumrappeln am Reserverad hat dann irgendwann Wirkung gezeigt.


    LG Michael

  • Ich habe Holzkeile zwischen Unterboden und Reserverad getrieben und dann liegend gegengetreten, danach alles zerlegt und gefettet.

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