Freistehen oder Campingplatz – Was bevorzugt Ihr und warum?

  • Einige lieben die Freiheit und Unabhängigkeit des Freistehens, andere genießen den Komfort eines Campingplatzes mit Strom, Duschen und Gemeinschaftsleben. Wo liegt Ihr auf der Skala?


    • Was sind Eure besten Erfahrungen beim Freistehen?
    • Welche Campingplätze könnt Ihr besonders empfehlen?
    • Welche Vor- und Nachteile seht Ihr bei beiden Varianten?


    Also wir bevorzugen ganz klar Freistehen (sofern legal möglich) bzw. einfach Stellplätze, aber was natürlich gar nicht zu toppen ist, ist "Kundencamping", also eine Kiste Wein kaufen und dann am Weingut stehen bleiben, etwa so wie hier in Frankreich:



    ...und dann so aufstehen und frühstücken:





    Aber klar - ein Campingplatz hat auch seine Vorteile - wie sieht es bei Euch aus?

    Was bevorzugt Ihr?

  • Für eine Nacht stehen wir auch schon mal einfach irgendwo, wenn es 2 oder 3 Nächte sind nutzen wir lieber einen ordentlichen Stellplatz oder Campingplatz.

  • Unterwegs stehen wir auch mal frei, wenn kein CP erreichbar. Ansonsten lieber CP, unser Wohni ist klein, da ist das mit Klo und so eher doof und eng, Dusche nutzen wir gar nicht.

  • Wenn es möglich ist, stehen wir gerne frei. Für Strom oder Entsorgungen nutzen wir hauptsächlich Stellplätze. Manchmal nutzen wir auch Campingplätze, wenn keine andere Möglichkeiten vorhanden sind.

  • Wir stehen am liebsten frei. Das wird aber leider, durch die vielen Verbote, immer schwieriger. Auch finde ich die Diskussion oft nicht zielführend, wenn ich höre, fast 100 Tds für ein WoMo und dann keine 25 € für die Platzgebühren zahlen wollen. Wir benötigen keine Infrastruktur, Hin und wieder Frischwasser und Entsorgung, ansonsten sind wir autark. Lieber lasse ich das Geld am Zielort in kulturellen Einrichtungen und beim Einzelhandel.

  • Wir stehen am liebsten frei. Das wird aber leider, durch die vielen Verbote, immer schwieriger.

    Ja leider - finden wir auch sehr schade.


    Auch finde ich die Diskussion oft nicht zielführend, wenn ich höre, fast 100 Tds für ein WoMo und dann keine 25 € für die Platzgebühren zahlen wollen

    Die Gebühren sind ja unabhängig vom Fahrzeugwert. Wenn jemand z. B. sein Haus verkauft, sich für 250k oder mehr ein Wohnmobil holt, um darin zu leben und mit dem Mobil zu reisen ist das völlig legitim und auch in Ordnung nach preiswerten Platzgebühren zu sehen - finde ich zumindest.


    Wir benötigen keine Infrastruktur, Hin und wieder Frischwasser und Entsorgung, ansonsten sind wir autark. Lieber lasse ich das Geld am Zielort in kulturellen Einrichtungen und beim Einzelhandel.

    Ja, das mögen wir auch lieber. In Summe macht es dann wohl der Mix - es gibt ja auch einige wirklich sehr schön gelegene Campingplätze und zwischendurch ist auch das i. O. - aber frei fühlt sich "ungezwungener" an, zumindest für uns :)

  • Wir bevorzugen "schöne Plätze" wobei es uns relativ egal ist ob das ein Campingplatz/Stellplatz/Freisteherplatz ist.


    • Wir möchten morgens aus der Windschutzscheibe einen netten Ausblick haben.
    • Wir mögen keine Reglementierung, wann wir draußen sitzen und uns unterhalten dürfen und wir möchten jederzeit frei entscheiden, wann wir weiterfahren oder ob wir noch länger stehen bleiben.
    • Ich möchte ggf. auch mit meiner Klampfe vor dem Mobil sitzen und klimpern dürfen.
    • Wenn mir um 13 Uhr einfällt noch Bier holen zu müssen, dass möchte ich den Roller ausladen oder mit dem Mobil zum Einkaufen fahren dürfen ohne irgendwelche "Mittagsruhen"
    • Wenn mir ein Nachbar nicht gefällt, dann möchte ich unkompliziert mein Wohnmobil umdrehen, umsetzen oder wegfahren können.

    Diese Kriterien werden recht häufig bei Campingplätzen nicht eingehalten und deswegen stehen wir eben auch selten auf Campingplätzen. In Portugal, auf den Orbitur-Plätzen war das anders, da konnte man sich hinstellen, wo Platz war und auch keine Vorgabe vorwärts/rückwärts/seitwärts. Und es gab wenig Reglementiertung. Da haben wir immer gerne gestanden.


    "Freistehen" ist so eine Sache. Da geht es nicht darum sich illegal irgendwo in ein Naturschutzgebiet zu stellen, sondern eben an legalen Stellen, auch wenn ein "Campingverhalten" nicht gestattet ist. Wir fahren da weder eine Markiese raus und wenn wir uns raussetzen, dann nicht vor das Wohnmobil, sondern etwas entfernt damit es nicht zugeordnet werden kann (Warum man mit einem PKW Parken und sich mit einem Hocker davor setzen darf, aber vor einem Wohnmobil nicht, ist mir nach wie vor nicht verständlich, Auch fahren wir keine Schüssel raus (wir haben gar keine) und auch sonst halten wir die Parkregeln ein. Ausnahme, wir schlafen dann im Mobil aber das tun hunderte andere auch in ihren PKW (Hier in Spanien). Entsprechend reden wir hier vom "legalen Freistehen".


    In Spanien ist das Verhalten dann auch etwas anderes als in manchen anderen Ländern. Hier sind für uns die klassischen Campingplätze weniger attraktiv, da sehr häufig zu eng (10m Fahrzeug), wir passen nicht drauf oder wir stehen in einer deutschen Enklave. Wir fahren nach Spanien und nicht in ein exterritorales Deutsches Eck.

    In England (Beispiel), stehen wir so gut wie nie frei. Da machen wir Pub-Stop oder gehen in sogenannte Caranparks. Stellplätze im klassischen Sinn, sind meist Bereiche auf Parkplätzen (Gebührenpflichtig). Diese Stellplätze sind nett, wenn man die City besuchen möchte, aber eher nicht attraktiv um da länger stehen zu bleiben. Dafür sind die Carvanparks meist parkähnlich im Grünen und relativ weitläufig gestaltet. Bei der Rundreise geht es dann "von Pub zu Pub". Ich habe eine Liste der Pubs, die für unser Fahrzeug ausreichend Fläche haben und gegen einen kleinen Obolus oder Drink&Eat das Übernachten gestatten. Wollen wir uns eine Gegend ausführlicher anschauen, dann geht es zu einem Caravanpark, die organisatorisch den Campingplätzen ähneln aber selten drastische Reglementierungen haben.


    Für uns ist Reisen mit Freiheit verbunden. Die Freiheit wird aber manches mal durch Reglementierungen beschränkt. Dass ich meinen Müll nicht liegen lasse, dass ich keinen unnötigen Lärm verursache sind alles Dinge, die man auch mit gesundem Menschenverstand so tut. Solche Regeln tun nicht weh. Aber das mir An- und Abreisezeiten vorgegeben werden und ich mein Auto rückwärts/vorwärts einparken "muss", mag ich nicht. Ich würde es vermutlich tun aber ich mag es nicht, wenn es mir vordiktiert wird. Auch so Situationen mit einem Platzwart, der mir erklärt dass ich auf meiner Parzelle "gaaaaaaanz" an den Rand fahren muss (obwohl ich dann die Fahrräder nicht mehr aus der Heckgarage bekomme) obwohl ich ausreichend Platz habe und lasse, sind so Dinge, die mir "fürchterlich auf den Senkel gehen". Alleine die Reglementierung und drohende Umsetzung, auch wenn das vielleicht nicht ausgeführt wird, sind mir so lästig, dass keine Erholungsstimmung aufkommt. Ich will mich aber wohlfühlen und deswegen meide ich solche Plätze.


    vG

    Martin

  • Ist ja ein leidiges Thema.

    Es gibt die Personen, bei denen 2 Mobile an einem Freisteh-Platz schon Kuschelcamping ist - fahren Kilometerweit um wirkliche einsam zu stehen - und andere zieht es in die Gemütlichkeit der Campingplätze - stehen dann 3 Wochen am gleichen Platz.


    Und bei uns: BEIDES!

    Je nach Land, ob Erholungsurlaub oder eher Roadtrip-Abenteuerreise, wir schließen nichts aus.


    Wir duschen sehr gerne im Camper (brauchen die Infra nur zum Entsorgen), haben wenig Strombedarf, sind für ein paar Tage autark. Trotzdem kann es auf Reisen einfach mal genug mit der, eigentlichen gerne getätigten, Fahrerei sein und wir verpennen Tage auf einem CP. Das ist ja das Gute an so einer Kiste. Ich muss mich vorher nicht entscheiden. Klar, man hat Vorlieben und richtet seinen Camper darauf immer mehr aus, aber man bleibt ja flexibel.


    Jeder sollte das tun, was ihm Erholung bietet. Ich würde da niemanden bekehren wollen - außer ein CP-Liebhaber muss sein 4x4 Expeditionsmobil präsentieren - da kann man schon mal ein "Ts Ts Ts" von mir hören ;)

  • Wir bevorzugen "schöne Plätze" wobei es uns relativ egal ist ob das ein Campingplatz/Stellplatz/Freisteherplatz ist.

    .........

    Moin zusammen,

    dem Beitrag kann ich eigentlich nichts hinzufügen!

    Auch bei uns ist es die gesunde Mischung aus allem mit so wenig wie möglich Reglementierungen.

    Hin und wieder wird auch mal ein Bauernhof genutzt, bei dem ein ordentliches Feuer gemacht und der Grill gezündet werden darf.

    Problematischer wird es bei Gruppentreffs ab drei Fahrzeugen. Dann nutzen wir normalerweise nur Plätze, auf denen reserviert werden kann. Alles Andere wird uns sonst zu stressig; man will ja schließlich in der Gruppe möglichst zusammenstehen.

    Gruß, Martin

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