Trip von Deutschland nach Südafrika

  • Servus,

    wer von Euch war schon mal mit seinem WoMo von Deutschland oder anderswo aus Europa bis nach Südafrika unterwegs?


    Oder wer wäre auch so verrückt wie ich (langer Traum von mir) mit seinem WoMo aufm Landweg bis nach Südafrika zu fahren?


    Es is no nix geplant:: wann, wie, wie lange usw.


    I gfrei mi über eire Meldungen.


    Viele Grüße

    Jochen

  • Ich empfehle das Buch "Mit der Ente durch Afrika", habe ich gerade verliehen, darum kann ich den Verfassernamen nicht nennen. Gut geschrieben und nicht in jeder Hinsicht lustig. Ich denke, man muss für sowas schon sehr leidensfähig sein. Die Kriminalitätsrate ist hoch, und man kann auch in sehr heikle Situationen kommen.

    Wer Afrika probieren will, sollte villeicht mit Marokko anfangen. Ich war gerade dort, sehr niedrige Kriminalitätsrate, freundliche Bevölkerung und Polizei, umwerfende Landschaften, viele historische Gebäude und trditionelle Lehmhäuser. Die Sprache hemmt ein bisschen, es gibt nur wenig Leute, die Englisch können, und wo die Campingplätze sind, wissen die meisten gar nicht. Es gibt viel Polizei, die pingelig kontrolliert, aber trotzdem freundlich bleib, die meisten Polizisten sprechen Englisch und geben auch gute Tipps, wenn man Fragen hat. Da ich alleine reiste, boten manchmal Einheimische an, mich mit meiner Kamera in Gesellschft von Esel, Ziegen oder Dromedar zu fotografiern. Wieder zu Hause, wurde ich gefragt, ob ich die Kamera denn auch wiederbekommen hätte. Nach einem Tag in Marokko stellt sich diese Frage nich, ich habe keine unangenehmen Leute erlebt. Die Klage mancher Marokkourlauber, dass ständig neugierige Leute um einen herumstehen, kann ich nicht bestätigen. Kinder sind gerne ein bisschen neugierig, aber höflich und gepflegt. Ich habe auch Anhalter mitgenommen, mit Zeichensprache geht vieles. Die Kleinstädte sind allerdings eher trist und wenig attraktiv. Die Preise für inlandsprodukte sind sehr gering, Gemüse und Brot koste etwa ein Viertel von dem, was man in Deutstschland bezahlt. Auf einem Campingplatz habe ich eine Übernachtunsgebühr von umherechnet 1,5 € bezahlt, aber das ist die Ausnahme. Marokko ist recht offen, 95 % islamisch, aber neben Frauen in traditioneller isamischer Tracht gibt es ebenso Frauen in moderner westlicher Kleidung. Wichtig zu wissen; Oft bieten alte Männer ungefragt ihre Dienste an und helfen beim Einparken, auch wenn es absolut nicht nötig ist. Dafür sollte man immer Münzen bereithalten, denn es handlet ich in der Regel um sehr arme Rentner, und es ist dort common sense, dass es besser ist diese Leute tun etwas, anstatt zu bettern und ihre Würde zu verlieren.

    Grüße von Volker
    Eura Quixta auf Ducato 250 (2,3l-120PS Iveco-Motor), 5,40m, Bj. 2011. 2017 gekauft und nach und nach radikal verändert, vom Aufbau sind nur noch 1/3 Eura und 2/3 Volker, Gewicht nach Schlankheitskur 2540 kg.
    -- Mein Avatar: Haben wir nicht alle mal klein angefangen? --

  • Wer Afrika probieren will, sollte villeicht mit Marokko anfangen. Ich war gerade dort, sehr niedrige Kriminalitätsrate, freundliche Bevölkerung und Polizei, umwerfende Landschaften, viele historische Gebäude und trditionelle Lehmhäuser.


    In Marokko war auch Lingualizer einige Zeit und hat auch viele Einträge im Radar erstellt. Er kann bestimmt auch noch das eine oder andere Beitragen. Im Travelbook könnt Ihr Lingualizers Erlebnisse auch mitverfolgen:


    Marokko 2023/2024


    und


    Marokko 2024/2025


    Lolli Falls Du noch ein paar Highlights haben solltest und Zeit und Muse vorhanden ist, freuen wir uns natürlich über den einen oder anderen Eintrag im Radar, da Du wohl auch einige Erfahrungen in Marokko gesammelt hast.


    Und allgemein wieder zurück zum Thema:
    So ein Trip ist garantiert sehr spannend und vielleicht meldet sich ja noch jemand, der genau das gemacht hat und hier ein paar Zeilen dazu schreiben mag :) :thumbup:

  • Danke fürs Taggen, Josef.

    Ich kann den Eintrag von Lolli nur bestätigen.

    Wir haben 2019 eine Schnuppertour gemacht und wollten mehr von Marokko sehen. Dann ging es 23/24 für 4 Monate durch Land.

    Da haben wir gemerkt, dass das ja viiieeeel zu kurz ist und sind 24/25 für 6 Monate kreuz und quer durchs Land gefahren.


    Die Gastfreundlichkeit ist gewöhnungsbedürftig. Zuerst war ich auch skeptisch und habe nicht erwartet, dass man auch freundlich sein ohne Hintergedanken bzw. dass direkt die Hand aufgehalten wird.

    Mittlerweile haben wir einige gute Bekannte über ganz Marokko verteilt, mit denen wir regelmäig kommunizieren. Ach ja, die Kommunikation. Da sind die Marokkaner wahre Sprachtalente. Mittlerweile wird in den größeren Städten für die Taxifahrer sogar kostenlose Sprachkurse angeboten.

    Wir sind am liebsten im Osten des Landes unterwegs oder ganz im Süden. Im Osten sind kaum Touristen unterwegs, da gefällt uns, weil es da noch ursprünglicher ist. Die obere Westküste bis Agadir ist zur Saison für uns zu überlaufen. Da sind in den üblichen Portalen viele Campingplätze zu finden. Den Rest gibts hier bei DigiCamper im Radar ;)

    Und wenn es Abend wird und man nichts gefunden hat, zielstrebig zur Polizei fahren und fragen, wo man eine Nacht stehen kann.

    Wir haben direkt an Polizeiwachen und Kasernen übernachtet, weil es einfach keine offiziellen Plätze gab.

    Die Polizei ist schon sehr darauf bedacht, dass die Reisenden sicher stehen.

    Auch die vielen Kontrollen, vor allem im Osten (mit der Nähe zu Algerien) fanden wir eher beruhigend. Bei längeren Etappen wurden wir auch oft durchgewunken. Die sind eben gut vernetzt und wissen genau, wer wo unterwegs ist. :)

    Hier habe ich mal von 2024/2025 die Playlist verlinkt und viele Details sind natürlich in den Travelbooks zu finden.

    Wenn noch Fragen hat, nix wie her damit!

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