Auf dem Campingplatz im Münstertal hatten wir vor Jahren ein ähnliches Erlebnis. Wir wurden zwar nicht direkt weggejagt, aber das Auftreten des Besitzers veranlasste uns, freiwillig zu gehen.
Das Problem sehe ich in der Größe der Fahrzeuge. Da solche Plätze keine ausreichende Unterkonstruktion haben, ist bereits das Rangieren eines Wohnmobils über 3,5 t problematisch. Gedacht und angelegt sind diese Plätze nämlich nur für Wohnwagen und Zelte. Schon das Befahren mit einem SUV plus angehängten Wohnwagen erzeugt beim Besitzer Sorgenfalten. Erst recht, wenn ein 5, 6 oder 7,5 t Fahrzeug vor der Schranke steht. Dann sieht man Kosten- und arbeitsintensive Rasenreparaturen, die gerne vermieden werden.
Sowas könnte man zwar auch kundenfreundlich Kommunizieren - doch dazu fehlt oft die Übung, und so nimmt man lieber in Kauf, dass in den sozialen Medien dieses Verhalten anschließend negative Wellen schlägt und der Platz einen schlechten Ruf bekommt.
Ähnlich ist das mit den Dauercampern. Der Umbau zu einem modernen Ferienplatz ist meist teuer und die altgedienten Camper sind meist nicht gewillt, die höheren Gebühren mitzutragen. Außerdem passt der Anblick mit Plastikfolien abgedeckter Gartengrills und bunter Leuchtgirlanden vom Temu nicht unbedingt ins Konzept der neuen Platzgestaltung. Da endet dann schnell das Verständnis auf beiden Seiten.
Ja, so bleibt dann tatsächlich nur die Abreise und die Suche nach einem besser geeignetem Stell- oder Campingplatz. Zum Glück gibt es davon genug - doch leider nicht immer dort, wo man gerne hin möchte. Aber das ist ein Luxusproblem.
VG Wolf