
Vor kurzem war das schwere Unwetter bei Valencia und alle Verwandten und Freunde waren natürlich ganz aufgeregt und gespannt wie es uns geht. Bei Almeria ging der Sturm vorbei. Bis auf heftige Regenfälle mit etwas Hagel, war es ganz ok.
In n-tv kam allerdings eine Meldung, dass für Almeria, was ja unser Fährhafen ist, die Alarmstufe Rot ausgerufen ist. Nur hat wohl der spanische Wetterdienst davon gar nicht mitbekommen. Mit unserer Windy-App Temperatur und Wind immer im Blick war beim besten Willen nichts Dramatisches zu erkennen.
Die Fahrt hierher hat ja schon einiges an Aufregung mitgebracht. Mehr brauchen wir gerade nicht.
Eine letzte SMS und e-Mail von Balearia: Spätester Checkin ist 300 Minuten VOR Abfahrt. Das sind grob gerchnet 5 Stunden!
Unsere Fähre geht um 11:30 und wir müssen spätesten 6:30 unsere Bordkarten abholen.
Ok, also den Wecker gestellt und 5:45 losgefahren. Google Maps hat uns mal wieder an den Personaleingang gelotst, aber wir haben es rechtzeitig geschafft. Nix wie rein ins Terminal und siehe da: gähnende Leere.
Kein Schalter offen, nur ein paar Trucker, die sich bei einem Kaffee unterhielten.
Um 7:30 hat man sich dann bequemt, die Schalter zu öffnen. Das übliche Prozedere und wir hatten in 10 Minuten unsere Bordkarten.
Jetzt erst mal gefrühstückt und aufs Boarding gewartet.
Die Fähre war bis auf ca. 20 Pkw, 2 oder 3 LKW und unser rollendes Heim leer!
Das nette Bordpersonal hat uns direkt in die Bar geschickt, Nein! nicht auf einen Welcome Drink, sondern für die Formalitäten. Dort gibt es nämlich 2 Räume, in denen die Zollbeamten sitzen. Einmal für die Passagiere und einmal für die Fahrzeuge. Das ist das schöne an dieser Route. Kommt man an Land, ist alles erledigt.
Wir dürfen jetzt bis Februar mit unserem Glen im Land bleiben. Jeder hat ein anderes Ablafdatum, obwohl wir immer gemeinsam die gleiche Zeit in Marokko waren. Nun gut. So soll es sein.
Das Meer war spiegelglatt, die Sonne schien und das Essen war nicht mal so schlecht für 15€ mit Vorspeise und Getränk.
Ruckzuck waren wir von Bord und wurden auch gleich nochmal von den freundlichen Zollbeamten im Hafen gefilzt. Ein kurzer Blick durch die Tür ins Womo, Gasflaschentürchen aufgemacht und die Klappe. Werkzeug-Kiste und Krimskrams rausgeräumt und kurz geprüft.
Beim 15l-Kanister Rotwein hat er genauso gestutzt, wie wir in der Bodega in Roquetas. Aber man muss ja irgendwie durchkommen
.
In 10 Minuten war alles vorbei und wir sind durch den abendlichen Verkehr durch Nador Richtung Osten gefahren.
Unser Ziel war wieder der Camping Riad Ocean View.
Der Ort ist ideal um in Marokko richtig anzukommen.
Abdel, der Betreiber des Campingplatzes, kümmert sich rührend um seine Gäste.
Am Mittwoch ging es auf den Markt und zu einem Inwi-Laden.
Abdel hat immer eine Maroc Telekom Karte vorrätig, die wir auch schon aktiviert hatten und jetzt brauchen wir noch etwas für den Router. Für die Zeit hier wurde uns ein Vertrag angeboten, der monatlich verlängert wird und jederzeit kündbar ist.
Im ersten Monat zahlen wir umgerechnet 25€, im 2. Monat 17,5€, dann 3 Monate jeweils 12,50€ ( das ist das Promo-Angebot) und danach den Standard-Tarif 25€. Ja, und das ganze ist Flatrate inkl. 2h Telefonieren im Monat!
Wir sind ein paar Tage geblieben und für das Wochenende war Regen angesagt. Deswegen lieben wir auch diese Art von Reisen: wir fahren dahin, wo die Sonne scheint ![]()
Demnächst mehr von unserem abenteuerlichen Stellplatz auf dem Weg in den Süden.