
Nach dem Besuch von Lalla Miymona sind wir nur noch die 45km nach Tinghir gefahren. Da wir statt der geplanten 1 oder 2 Stunden, fast 4 Stunden dort verbracht hatten, war es uns zu spät noch in die Todra-Schlucht zu fahren.
Der Plan war am nächsten Morgen die Todra-Schlucht hochfahren und die Dades-Schlucht zurück. Das sollte eine gut Tagestour sein und abends sind wir evtl. wieder in Tinghir. Jetzt war es allerdings Freitag und wir dachten, am Wochenende wird es vllt. voll. Also bleiben wir und fahren am Montag los. Wir sind auf den Campingplatz der Familie El Mabrouk gefahren und wurden fast aus dem Auto gezerrt, so herzlich wurden wir empfangen. Die Aussicht auf das Tal und die Berge sind wunderschön.
Alles ist hier sehr rustikal, aber wir waren begeistert von der Gastfreundschaft. Die junge Dame, Hayat mit Namen, die den Laden schmeißt ist mit einem deutschen verheiratet, und sie spricht auch etwas deutsch.
Unumstrittene Chefin ist allerdings Mama.
Wir haben einmal Tajine und einmal Couscous gegessen. Beides sehr lecker. Man kann dort auch frühstücken. Aber wir lassen es morgens lieber etwas gemütlicher angehen und haben uns nur Brot geholt.
Alles ist sehr familiär und herzlich.
Anscheinend kommen auch Touristen in Bussen vorbei, die dann im Restaurant bewirtet werden. Anschließend wird getrommelt und wenn die Touris gut drauf sind, geht schon mal eine Polonaise über den Platz. Das ist dann der Moment, wo man direkt im Boden versinken möchte.
Nun gut.
Wir haben Google Maps und anderes Kartenmaterial gecheckt und unser Plan, die Todra hochzufahren und über Dades zurück scheint wohl nicht zu klappen, da dazwischen etwas Piste ist, die wir nicht fahren können.
Dann haben wir uns erkundigt, ob man einen Fahrer organisieren könnte. Es hat sich herausgestellt, dass der aus Erfoud kommen würde und wir mit ca. 250€ rechnen müssten. Also haben wir abgesagt. Dann hat der eine aus der Familie seinen Bruder rekrutiert. Der würde das für 160€ machen.
Wir haben wieder alles über den Haufen geworfen und wollen die Schluchten auf dem Weg nach Marrakesh machen.
Und das war eine gute Entscheidung, wie sich am nächsten Tag herausstellte.