
Wir sind uns mit Rachid, dem Betreiber des „Palmeraie„ einig geworden und direkt nach unserem Umzug vom Campingplatz Khayma in die Wüste Erg Chegaga losgefahren. Er hat Verpflegung und Getränke in den Toyota Prado geladen und schon ging es los. Geplant war eine Tour von 10 - 17 Uhr.
Schon bald ging es von der Nationalstraße ab ins Gelände.
Die Piste wäre auch mit einem „normalen„ Fahrzeug gut zu bewältigen.
Unser Ziel ist eine kleine Oase am Rand einer Gebirgskette. Ein Marokkaner sitzt mit bunten Tüchern und Schmuck im Schatten, lässt uns aber in Ruhe.
Was gleich auffällt, ist die weiße Oberfläche auf dem Boden und den Pflanzen. Salz! Alles auskristallisiert. Das Grundwasser hier ist nicht trinkbar, weil es zu viel Salz enthält. Vor vielen, vielen Jahren war das alles mal ein Meer hier. Man kann es kaum glauben.
Weiter geht die Fahrt zum Lake Iriki. Laut Rachid ist es 61 Jahre her, dass er Wasser hatte. Und auch das ist, wie beim Lake Merzouga auf dem Rückzug.
Wenn man am Ufer entlang läuft, sieht man jede Menge Fossilien an den Steinen. Wir dachten, naja, da muss man suchen und mit einem Hämmerchen ausgerüstet, die Fossilien finden. Ha, weit gefehlt! Auf fast jedem Stein ist etwas zu sehen.
Was hier so schnell geschrieben bzw. erzählt ist, dauert seine Zeit. Bis zum See sind es bestimmt 50 bis 60 km und dazwischen immer wieder Schritttempo über die Gräben und Querrillen.
Spätestens ab der Oase ist 4x4 angesagt.
Von der Oase geht es noch ein Stück weiter, bis zur Auberge Sahara Iriki.
Dort gibt es Tee, Essen und Trinken. Viel mehr kann man hier nicht machen. Es ist ja nix drumrum. Wir machen 1h Siesta. Man kann schön in der warmen Sonne sitzen und versuchen, die Mücken abzuwehren oder sich in den Schatten verziehen, wo keine Mücken sind, es aber auch ziemlich frisch ist. Es ist Dezember und um die 18 Grad vllt. Wenn dann noch ein bisschen Wind weht, zieht man besser etwas über.
Gut gestärkt geht es weiter zu den Dünen. Hier ist auch eines der Wüstencamps, in denen man übernachten kann.
Mit Rachid bin ich auf eine der Dünen hochgekrabbelt. Ich würde sagen, ab hier wird es richtig interessant. Aber wir mussten uns auf den Rückweg machen. Gerne wäre ich tiefer in die Wüste gefahren.
Auf unserer Fahrt haben wir auch ab und zu Pflanzen gesehen. Ich meine außer Palmen und Akazien.
Die gelben hat Rachid abgeerntet. Man kann daraus Tee machen, der so ziemlich gegen alles hilft. Das hat mich schwer beeindruckt.
Wir waren jetzt schon spät dran und damit der Stundenlohn nicht zu niedrig ausfällt, hat unser guter Fahrer ordentlich Gas gegeben.
Wer noch ansatzweise Bandscheiben hat, hier bekommst du den Rest. Wir sind vor Sonnenuntergang zurückgekommen und waren ordentlich geschlaucht. Der nächste Tag ging bei mir noch, aber dann hatte ich 3 Tage lang Rückenschmerzen. So schön es auch war, aber ich glaube so eine Tour, oder besser Tortour, brauch ich nicht mehr.
Der nächste Stopp ist Tata. Dort wollen wir einen anderen Campingplatz ausprobieren….