Türkei2024_16 - Sümela Kloster

Wir waren im Sümela Kloster. Man fühlt sich an Neuschwanstein erinnert. Erst mal zahlen fürs parken, und zwar nach Stunden. Dann sind es vom Parkplatz noch 4 km teilweise steil nach oben zum Kloster. Es gibt eine Schuttlebus, gegen Bezahlung. Und dann der für Touristen horrende Eintrittspreis von 20€ pro Person (Neuschanstein ist billiger). Und will man auf die Toilette, dann sollst man nochmals zahlen.

Das Sumela-Kloster (türkisch Sümela (Meryem Ana) Manastırı, griechisch Παναγία Σουμελά Panagía Soumelá, deutsch "Muttergottes von Sumela") ist ein ehemaliges griechisch-orthodoxes Kloster aus byzantinischer Zeit in der Nordosttürkei in Maçka (Provinz Trabzon). Der Name stammt vom griechischen Melas (Schwarz), nach dem griechischen Namen des Berges, in dessen Felswand das Kloster gebaut wurde. Der Legende nach wurde die Ikone, die vom Evangelisten Lukas selber gemalt worden sein soll, nach dessen Tod von zwei Engeln durch die Wolken in eine Höhle im – damals – Pontischen Gebirge getragen. Zwei junge Eremiten aus Athen, Barnabas und sein Neffe Sophronios, wurden ebenfalls von den Engeln zu der Wanderschaft eingeladen und entdeckten die Ikone in einer Höhle mitten im Wald bei Wasserfällen. Das war vermutlich im Jahr 385 und die Höhle bereits, wie so viele, von frühchristlichen Eremiten bewohnt. Die Höhle wurde erweitert und eine Kapelle hineingebaut. Die Innen- und Außenwände der Felsenkirche und der angrenzenden Kapelle sind mit Fresken geschmückt. Die Darstellungen auf der Innenseite der Wand zum Hof der Felsenkirche stammen aus der Zeit von Alexios III. Die Porträts von Alexios und Manuel sind nicht mehr erhalten. Die Außenfresken stammen aus dem frühen 18. Jahrhundert und geben Szenen des Alten und Neuen Testaments und das Konzil von Nikaia-Nicaea wieder. Es wurden Teile einer großen Darstellung der Apokalypse gesichert. Ein Drache und zwei berittene Heilige (Georgios und Demetrios) sind auf die Wand einer kleinen Kapelle gemalt. Unter der sichtbaren Farbschicht wurden drei weitere Schichten entdeckt. Am oberen Rand der untersten Schicht wurde die Figur eines Herrschers mit einem Diadem gefunden, eine ähnliche Figur wurde darübergemalt und darüber eine Metamorphose – Die Veränderung des Blicks Christi am Berg Tabor. 100 m nördlich des Klosters befinden sich Kapellen, die ebenfalls in den Berg gehauen wurden und mit Fresken verziert sind. Seit 1998 restauriert das türkische Kultur- und Tourismusministerium das Kloster, die Fresken werden gereinigt und restauriert, das Hauptgebäude hat ein neues Dach erhalten.

Wir fahren weiter Richtung Osten und Nächtigen kurz vor der Grenze zu Georgien.

41.4926, 41.5336