Türkei2024_38 - Myra

Wir fahren weiter nach Myra. Die erste Nikolaus-Kirche wurde im 6. Jahrhundert erbaut. Die heutige dreischiffige Basilika stammt im Kern aus dem 8. Jahrhundert. Der byzantinische Herrscher Konstantin IX. Monomachos (1000–1055) und Kaiserin Zoe erneuerten die Kirche. Ein Kloster wurde in der zweiten Hälfte des 11. Jahrhunderts erbaut, den Mönchen wurde die Pflege der Pilgerstätte übertragen. Nikolaus’ Gebeine wurden 1087 von italienischen Kaufleuten geraubt und nach Bari abtransportiert. Damit verlor die Kirche ihre Bedeutung aber nicht völlig; bis heute suchen Pilger sie auf. Die Kirche, die jahrhundertelang im Schlamm des Demre-Flusses versunken war, wurde unter Zar Alexander II. 1850 von Russen erworben und teilweise wiederhergestellt. 1963 wurde die östliche und westliche Seite der Kirche ausgegraben. Seit den 1990er Jahren finden weitere, türkische Grabungen an der Kirche statt. In ihrem Inneren befinden sich byzantinische Fresken und Bauplastik sowie römische Sarkophage, die als Spolien wiederverwendet wurden. Vor der Kirche steht ein modernes Nikolaus-Denkmal. Weitere Sehenswürdigkeiten der Stadt sind das römische Theater und die antiken lykischen Felsengräber. Der einst bedeutende Hafen von Myra, Andriake, fünf Kilometer südwestlich von Demre (heutiger Name: Bucht von Çayağzı), ist heute verlandet. Es handelt sich um eine frühhellenistische Gründung. Der Apostel Paulus wechselte hier im Jahr 59 n. Chr. auf seiner Reise nach Rom das Schiff (Apg 27:5,6).
Wir besichtigen zunächst die Ausgrabungen des Theaters.

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Dann gehen wir zu Fuß zur Nikolauskirche. Diese besichtigen wir nur von außen. Nur für diese Kirche wollen sie hier nochmals 17 € pro Person. Das steht in keinem Verhältnis zu dem was man zu Sehen bekommt. Auf dem Rückweg wird Pinscher von einer Katze attakiert und mit den Krallen blutig gekratzt. Ein Trauma besonders für Heshmat. Pinscher soll jetzt nicht mehr nach draußen.

Wir haben den Ort verlassen, nachdem Pinscher desinfiziert war, und sind ein Stück weiter nach Westen gefahren. Erst zum Wassertanken, dann zu einem Übernachtungsplatz im Wald. Hier gibt es keine Straßenhunde und auch keine Katzen.

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