
Wir
fahren nach Patara und machen eine Rundwanderung. Das archeologische
Gebiet ist (noch) nicht vollständig eingezäunt, und so wandern wir
über die Westroute hinein zu den Ausgrabungen über einen Teil des
lykischen Weges, und brauchen so keinen Eintritt zu bezahlen. Die erste Besiedlung des späteren Patara wird auf die Bronzezeit
zurückdatiert. Der Ort gewann etwa ab dem 3. Jahrhundert v. Chr. an
großer Bedeutung und entwickelte sich zu einer wichtigen Stadt in
der lykischen Region. Patara war die größte Stadt in Lykien und
ihre strategische Lage zwischen dem Mittelmeer und dem Fluss Xanthos
machte sie zu einem wichtigen Knotenpunkt für Handel und Gewerbe.
Die Ruinen von Patara sind die mit am besten erhaltenen in der Region
und gehören zu den größten in der ganzen Türkei. Im späten 18.
Jahrhundert wurde Lykien und so auch die Ruinen von Patara von
Reisenden entdeckt. Systematische Ausgrabungen begannen jedoch erst
im Jahr 1988. Zu den wichtigsten Merkmalen der antiken Stadt gehören
ein römisches Amphitheater, eine Agora, ein Bouleuterion
(Versammlungsgebäude), zwei Badehäuser und ein Leuchtturm, welcher
erst im Jahr 2004 freigelegt wurde. Außerdem die Tempel, welche
Athene und Zeus gewidmet waren. Weiter umfasst sie die Ruinen einer
byzantinischen Kirche und einer osmanischen Moschee. Das römische
Amphitheater in Patara stammt aus dem 2. Jahrhundert n. Chr. Es ist
eines der größten Amphitheaters Kleinasiens mit einer Kapazität
von bis zu 12.000 Zuschauern. Das Theater wird derzeit restauriert
und ist für die Öffentlichkeit zugänglich.
Der lange goldenen
Strandabschnitt ist ein Nistplatz für die Unechte
Karettschildkröte. Daher steht er unter Naturschutz und darf ab
20:00 Uhr nicht mehr betreten werden. Dies ist im übrigen auch der
Grund, weshalb man hier keine großen Hotelbunker findet.
36.2747, 29.3181
Am Nachmittag sind wir noch ein großes Stück Richtung Norden gefahren. Dann haben wir uns abseits etwas gesucht, ein wenig den Berg rauf, bei Yumrutaş.
37.39, 29.5025