
Wir fahren nach Izmir auf einen Parkplatz in der Nähe der Reste der Zitadelle und gehen durch die Altstadt zum Uhrturm. Izmir, früher lateinisch als Smyrna bekannt (türkisch İzmir, griechisch Σμύρνη Smýrni, altgriechisch Σμύρνα Smýrna), ist mit rund 4,4 Millionen Einwohnern die drittgrößte Stadt der Türkei. An der Ägäisküste am Golf von Izmir gelegen, beherbergt sie den nach Istanbul zweitgrößten Hafen des Landes. Erste Siedlungen auf dem Gebiet des heutigen Izmir datieren ca. 6500–4000 v. Chr. Das Gebiet wurde von Luwiern, Hethitern, Phrygern und Griechen erobert bzw. besiedelt. Das Wahrzeichen von Izmir - Der Uhrenturm (Saat Kulesi) ist nicht nur Wahrzeichen von Konak, sondern von ganz Izmir (früher Smyrna) und befindet sich am Konak Platz in unmittelbarer Nähe zur Yalı-Moschee. Der Uhrturm war auf der Vorderseite der türkischen 500-Lira Banknoten von 1983 bis 1989 abgebildet. Die Uhrenmechanik ist ein Geschenk des deutschen Kaisers Wilhelm II und ist seit mehr als 100 Jahren ohne Unterbrechung gelaufen.
Kadifekale (dt.: Samt-Schloss) ist ein Hügel mit einer Burg in der Metropolitan-Zone von İzmir. Berg und Burg hießen in römischer Zeit Pagos (griechisch Πάγος, Pagus) und wurden bis in die jüngste Vergangenheit von den Griechen noch so bezeichnet. Der Gipfel, auf dem sich die Burg befindet, liegt etwa 2 km von der Küste entfernt und bietet einen guten Blick über den Großteil des Stadtgebietes und den Golf von Izmir. Routen der Seidenstraße endeten in der Agora von Smyrna, Schiffe brachten von dort aus die Waren weiter nach Europa. Der Eingang ist nahe dem Kemeralti Basar. In den Ruinen sieht man einige Orte, die auch in den meisten Prospekten von Izmir vorkommen. Leider war die Agora noch geschlossen als wir kamen, und so zogen wie weiter in die Altstadt.
38.41275, 27.14087
Am Nachmittag sind wir weitergefahren. Leider hat uns das NAVI in eine Sackgasse geleitet. Und dann landeten wir wieder einmal in engen Gassen mit Gegenverkehr. Endlich wieder auf einer breiten Straße suchen wir das Weite, raus aus diesem Millionenmolloch. Als die Bebauung ländlicher wurde, haben wir uns unterwegs eine Übernachtungsplatz gesucht.
38.9891, 27.07126
Das hatten wir die ganze Reise noch nicht. Die Jandarma kam, kontrollierte unsere Pässe und erklärte, daß wir hier nicht übernachten dürfen. Hier ist nichts. Keine Grenznähe, keine Küste und die Ernte ist auch eingebracht. Einheimische hatten uns begrüßt, und gesagt, es ist kein Problem hier zu stehen. Und erklären, warum wir hier nicht stehen dürfen, konnten sie auch nicht. Es ist zu vermuten, daß sie die Verantwortung nicht haben wollten, wir sollten einfach nur weiterfahren in einen anderen Zuständigkeitsbereich. Nun stehen wir hinter Bergama in der Nähe einer Talsperre.
39.15133, 27.20906