
Von unserem Übernachtungsplatz aus können wir die Akropolis von Pergamon (Ostseite) im aufgehenden Sonnenlicht sehen. Wir fahren durch Bergama zur Seilbahn und erfragen den Preis: 500 tLira für die Seilbahn rauf und runter und dann 15 € Eintritt auf der Akropolis. Wir waren schon einmal hier. Und so entscheiden wir uns, nach Asklepion zu gehen. Pergamon (altgriechisch τό Πέργαμον ‚das Pérgamon‘, seltener ἡ Πέργαμος ‚die Pérgamos‘; lateinisch Pergamum; heute Bergama) war eine antike griechische Stadt nahe der Westküste Kleinasiens in der heutigen Türkei, etwa 80 km nördlich von Smyrna (dem heutigen İzmir). Während des 3. und 2. Jahrhunderts v. Chr. war Pergamon Hauptstadt des Pergamenischen Reichs, das sich über große Teile des westlichen Kleinasiens erstreckte. Unter der kunstsinnigen Dynastie der Attaliden, die bestrebt war, ein neues Athen zu schaffen, wurde die Stadt zu einem der bedeutendsten Kulturzentren des Hellenismus. Nach einer antiken Legende wurde das nach Pergamon benannte Pergament in dieser Stadt erfunden. Tatsächlich war Pergamon ein Zentrum der Pergamentproduktion. Das berühmteste Bauwerk ist der vermutlich dem Zeus und der Athena geweihte Pergamonaltar, dessen Rasterfundament sich noch auf dem Gebiet der antiken Oberstadt befindet. Die Reste des Pergamonfrieses, der ihn ursprünglich zierte, sind im Berliner Pergamonmuseum zu besichtigen, wo in einer Teilrekonstruktion des Pergamonaltars die seinerzeit nach Deutschland gelangten Friesplatten eingebaut sind. Gut erhalten ist das Theater, überwiegend aus hellenistischer Zeit, das 10 000 Zuschauern Platz bot, mit 78 Sitzreihen 36 Höhenmeter überwand und damit das am steilsten ansteigende Zuschauerrund aller antiken Theater besaß.
Das Asklepion in seiner heute bekannten Gestaltung ist auf einen Ausbau in der Zeit des Antoninus Pius zurückzuführen. Das römische Heiligtum war ein von Gebäuden und Hallen umgebener Hof von 110 × 130 Metern Ausdehnung, dem im Osten, wo die Prunkstraße endete, ein großer Vorhof und ein Propylon vorgelagert waren. Südlich des Propylons und somit am Rande des Hofareals befand sich der römische Tempel für Asklepios Soter oder Zeus Soter Asklepios. Auf der Südostecke des Areals stand ein zweigeschossiger Rundbau, der dem Kurbetrieb diente. Er war durch einen rund 80 Meter langen unterirdischen Gang mit dem Kultzentrum der Anlage, der heiligen, radioaktiven Quelle, verbunden. Süd-, West- und Nordseite der Hofanlage waren von Säulenhallen gesäumt, nördlich der Nordhalle und in deren westlichem Bereich lag ein römisches Theater, das mit seinen 29 Marmorsitzreihen rund 3500 Zuschauer fassen konnte.
Die Akropolis (Westseite) von Pergamon mit seinem Theater und einige Säulen des ehemaligen Athenatempels kann man vom Asklepion aus sehen.
39.1189, 27.1687
Wir fahren weiter Richtung Norden und machen Mittagsrast bei Akçay am Mittelmeer. Dann geht es weiter nach Troas. Dort stehen wir neben den Ruinen des Herodes Attikus Hamami.
39.7512, 26.1671