Foum El Qued oder El Masra?

Bei unserem Trip zum nächsten Ziel überqueren wir die „Grenze“ zur ehemaligen Westsahara. Man kann das nicht erkennen, der endlose Sand bleibt gleich und kommt durch alle Ritzen. Wir merken, dass es mittlerweile immer Südmarokko genannt wird. Das wird wohl sehr ernst genommen.


Wir kommen nach Laâyoune (El Aaiún, Ajun), genauer gesagt, biegen wir kurz vorher rechts ab, Richtung Atlantik.


Laayoune ist die größte Stadt in Südmarokko und das wirtschaftliche sowie administrative Zentrum der Region. Sie liegt an der Atlantikküste und hat etwa 200.000 Einwohner. Die Stadt ist bekannt für ihre moderne Infrastruktur, ihren wichtigen Hafen und die wirtschaftliche Bedeutung von Fischerei, Phosphatabbau und Handel. Laayoune bietet eine Mischung aus marokkanischer und saharischer Kultur, mit lebhaften Märkten, Moscheen und einer wachsenden Tourismusbranche.


Die Stadt selbst liegt etwas im Landesinneren. Am Atlantik finden wir Foum El-Qued und ein paar Kilometer südlich El Masra. Und jetzt haben wir wieder die Qual der Wahl. Wir stehen in El-Qued und haben keine Einkaufsmöglichkeiten oder Restaurants oder wir gehen nach Masra , wo es keine Stellplätze gibt. Tja, wie meine Oma immer sagte, du kannst nicht alles haben im Leben.


El-Qued liegt zuerst auf der Strecke. Es gibt einen großen Parkplatz, der allerdings total versandet ist. Ein Stück weiter weg ist der offizielle Stellplatz zu finden. Nebenan ist noch ein Hotel, sonst nichts. Man muss also schon autark sein, wenn man hier stehen möchte. Auch der kräftige Wind war nicht sehr angenehm. Ja, und außer rumsitzen oder am Strand paniert werden, ist halt nicht.

Nach kurzer Überlegung sind wir nach Marsa gefahren.

Wir haben gelesen, dass es dort ein spanisches Restaurant geben soll. Da haben wir uns erst mal auf den Parkplatz gestellt und sind in den Ort geradelt.



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Gegen Abend war bei Josefina dann jemand da und wir sind ins Restaurant gegangen. Es gab lecker Fisch und eine Flasche Rosé dazu.




Das war mal wieder ein komplett anderes Erlebnis. Da ist nichts kaputt, die Stühle sind bequem und nicht aus Plastik, die Beleuchtung ist gedämpft und nicht so grell wie im OP-Saal. Angenehm, sehr angenehm.

Wir haben den Kellner gefragt, ob es okay ist, auf dem Parkplatz zu stehen. Im Haus ist auch noch ein Hotel untergebracht. Alles gut.

So sind wir 2 Tage geblieben und mit dem Rad auf Sightseeingtour und Einkaufen gefahren.




Wenn man Richtung El-Qued fährt, kann man sehen, dass gerade eine Promenade angelegt wird.




Am Strand liegt auch ein auf Grund gelaufenes Schiff. Die Promenade wird bestimmt mal ganz hübsch. Zwischen den beiden Orten ist schon jede Menge Bauland erschlossen. Sieht ganz so aus als ob das ein touristisches Zentrum werden soll.

Am Abend sind wir nochmal zu Josefina zum Abendessen gegangen.



Am nächsten Morgen geht die Reise über Layounne nach Smara, das mitten in der Wüste liegt.

Wir möchten nämlich nahe der algerischen Grenze nach Norden fahren. Nur kann uns niemand genau sagen, ob es mit unserem Camper zu bewältigen ist.

Schau mer mal, dann sehen wir’s..