Kuschelcamping mitten im nichts - warum nur?

Unsere Idee war, von Smara aus, weiter in den Osten zu fahren. Bei Google und bei Apple gibt es unterschiedliche Straßen, man kann sogar eine Mittellinie erkennen.

Unterwegs haben wir viele Leute gefragt, ob das mit unserem Auto zu machen ist.

Wie so oft in Marokko sagt niemand, das weiß ich nicht. Rund um Smara wird wieder viel kontrolliert. Die müssten es eigentlich wissen. Aber im Gegensatz zu den anderen Polizeiposten blickt man hier sehr ernst. Nicht unhöflich, aber auch kein Lächeln oder Winken. Irgendwie haben wir uns nicht getraut zu fragen. Es kann gut sein, dass du 200 km reinfährst und eine Militärkontrolle sagt, wir müssen umkehren.

So sind wir dann weiter auf den Campingplatz La Saguia gefahren. Wir haben einen schönen Platz auf der oberen Ebene gefunden. Sonst war nur ein Kastenwagen etwas weiter weg zu sehen.




Alles wirkt etwas verlassen und so anders als bisher. Es fehlt nur noch einer, der auf der Mundharmonika „Spiel mir das Lied vom Tod“ spielt.


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In der Nacht und am nächsten Morgen kommt ziemlich Wind auf. Wir stehen da oben ziemlich exponiert und an draußen sitzen ist nicht zu denken.

Also sind wir runter hinter die Mauer gefahren. Gegen Mittag war der Wind wieder weg, aber wir blieben stehen, vor allem weil wir auch Teppich und Tisch und Stühle ausgepackt hatten.


Am Nachmittag kam dann eine Gruppe Spanier an, die so betreutes Reisen machten. Entweder haben die nicht gecheckt, dass es hier ein riesiges Gelände ist oder die stehen auf Kuschelcamping. Es hat bestimmt eine halbe Stunde gedauert, bis der letzte zufrieden war mit seinem Standplatz.


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Wir haben uns für den Abend eine Tajine bestellt. Am nächsten Tag sollte es für uns weitergehen.


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Die Spanier waren dann nach endlosem Rangieren auch vom Platz. Wir haben gemütlich gefrühstückt und sind dann Richtung Tan Tan gefahren. Das war auch die einzige Möglichkeit, da wir die Wüstentour dann doch verworfen hatten.