Marokko2025_03 - Bordeaux

Der Morgen ist Nebelverhangen. Und der Nebel hält sich bis weit in den Vormittag hinein. Wir fahren zu einem Vorort von Bordeaux mit Namen Bouliac, und stellen unseren Canter auf den Parkplatz beim Sportplatz.

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Dann fahren wir mit Bus und Straßenbahn in ins Zentrum von Bordeaux. Seit 2007 ist die Altstadt von Bordeaux unter der Bezeichnung Historisches Zentrum von Bordeaux ("Hafen des Mondes") UNESCO-Welterbe. Das Gebiet innerhalb der ehemaligen Stadtmauer ist der historische Kern von Bordeaux. Es wird durch die ringförmige Struktur der Hauptstraßen und das Garonne-Ufer begrenzt.

Die Geschichte von Bordeaux erstreckt sich über einen Zeitraum von annähernd 2300 Jahren. Sie ist von Kelten, Römern, Franken und dem englisch-französischen Gegensatz geprägt. Seit Mitte des 15. Jahrhunderts gehört Bordeaux ununterbrochen zu Frankreich. Im Laufe der Jahrhunderte erreichte die Stadt drei ökonomische Blütezeiten, die vor allem auf die strategische Lage der Handels- und Verkehrsverbindungen zurückzuführen sind.

Bordeaux ist eine Stadt, die nicht durch herausragende Einzelbauten, sondern durch die grandiose, fast vollständig erhaltene Anlage der Stadt besticht, die ihr historisches Bild bis heute bewahrt hat. Die Stadtanlage veranlasste Victor Hugo zu der Bemerkung, Bordeaux sei eine Mischung aus Versailles und Antwerpen, also aus palastartiger Architektur und Handelsstadt am Fluss. Insbesondere im historischen Zentrum, aber auch darüber hinaus bietet sie immer wieder überraschende Eindrücke, sei es durch die spätbarocke Anordnung der Straßen und Plätze oder durch die beeindruckende Harmonie ihrer Häuserzeilen, durch Parks und Gärten. Das historische Ensemble gilt als das größte, geschlossenste und schönste von ganz Frankreich und wird als Kulisse für viele Film- und Fernsehproduktionen genutzt.

Bordeaux hat viele Partnerstädte weltweit, die deutsche Partnerstadt ist München. Wir nutzten die Vorzüge die europäische Universitätstädte oftmals bieten, und sind vegan Essen gegangen. Anders, das haben wir erwartet, und gut, das ist leider nicht selbstverständlich. Und Heshmat lernte etwas Neues kennen: vegane Quiche.

Nach unserem Stadtrundgang sind wir dann wieder mit Straßenbahn und Bus zurück zum Canter gefahren. Etwas Bedenken hatte ich ja schon, zumal, wenn man sich die Kommentare zu den Parkplätzen durchließt: aufgebrochen, Fenster eingeschlagen, in der Nacht den Diesel aus dem Tank geklaut … . Aber bei uns war alles Gut, der Canter stand noch so da, wie wir ihn hinterlassen hatten.

Dann ging es noch ein Stück weiter Richtung Süden, wo wir uns zur Nacht neben einem Sportplatz einrichteten.

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