
Ohne uns weiter zu verfahren sind wir gut in Tata angekommen.
Wir haben ein schönes, windgeschütztes Plätzchen zwischen den Palmen gefunden und wollen einige Tage bleiben.
Endlich kann man wieder im freien frühstücken!
Prinzipiell sind wir auf der Rückreise. Aber durch das regnerische Wetter haben wir schon mehrmals umgeplant. Im hohen Atlas liest man immer wieder von Schneefällen, dann kommt wieder eine Regenfront, und, und, und.
Wir nehmen das Wort Reisemobil wörtlich 😀. Jetzt geht es eben erst mal in den Osten und nicht nach Norden.
Mittlerweile ist auch Ramadan, die Uhren sind eine Stunde zurückgestellt und alles geht einen etwas anderen Gang.
Was gibt es zu sehen in Tata?
Die Wasseruhr
Etwas weiter nördlich von Tata gibt es eine historische Wasseruhr. Die wollten wir schon im letzten Jahr am Tag unserer Weiterreise besichtigen, aber direkt von Tata aus war das nicht möglich
Ein neuer Versuch. Mit dem Roller sind Frank570E zur Wasseruhr gefahren. Eine wunderschöne Strecke durch die Gärten. Schön zwischen den Palmen und Wasserläufen am Fluss entlang.
Die Enttäuschung war groß, da die Wasseruhr nicht wieder in Betrieb ist. Anscheinend gab es durch das Hochwasser große Schäden und mittlerweile sei auch der „Wassermann“ verstorben und niemand führte das weiter. Sehr schade, dass es, außer den Touristen, kein Interesse gibt, solche Relikte vergangener Zeiten zu erhalten.
Agwjgal
Auf unserem Weg hierher ist mir an einer Abzweigung eine Ansammlung von alten Lehmhäusern aufgefallen. Also, nix wie hin und nachgesehen.
Dieser alte Ort nennt sich Agwjgal und es leben nur ganz wenige Menschen dort.
Das war schon sehr spannend und beeindruckend. Es ist mucksmäuschenstill und erkundet so ein Lost Place. Am Anfang tauchten einige Hunde auf und bellten wie verrückt.
Als wir näher kamen, sind sie in einer Gasse verschwunden und warteten an der nächsten Ecke. Interessanter Weise war es immer die Richtung, die wir dann auch gegangen sind. Die anderen Wege führten zu nichts, waren verschüttet oder Sackgassen.
Das war mal wieder ein spannender Ausflug.
Erstbesteigung
Auf der Rückseite des Campingplatzes gab es eine kleine Bergkette. Der erfahrene Alpinist macht das wahrscheinlich vor dem Frühstück, aber für mich ist das ein tolles Erlebnis.
Mit einer Orange und einem Liter Wasser waren wir bestens ausgestattet für unsere Erstbesteigung, nennen wir ihn mal Mount Hyatt oder Jbel Hyatt wie der Marokkaner sagen würde.
Unter tosendem Applaus unserer Fangemeinde, die aktuell zwar nur aus Liane besteht, sind wir wieder heil im Basislager angekommen.
Das war ein Tag!
Blut geleckt!
Auf der anderen Seite des Flusses haben wir ein weiteres altes Dorf entdeckt.
Das musste natürlich auch erkundet werden. Vom Campingplatz ging es quer über den Fluss.
Hier ist allerdings der größte Teil des Dorfes noch bewohnt. Man kann nicht ganz so viel entdecken wie zuvor. Es gibt sogar eine Ferienwohnung in dem Komplex.
Auch heute wieder ein toller Ausflug und auch noch ganz in der Nähe.
Bei uns stand ja immer noch Tafraoute auf der Liste. Die letzte Woche waren es um die 10, 12 Grad und bewölkt, aber jetzt steigen langsam die Temperaturen. Wir machen uns auf den Weg durch die Berge….