
Die Strecke nach Tafraoute sind wir schon 2 gefahren… und immer wieder ist es ein Erlebnis.
Man erkennt viele Dinge wieder und dann kommt wieder Neues hinzu. Es ist einfach so abwechslungsreich und schön. Mal ist strahlend blauer Himmel, mal zeichnen die Wolken Schatten auf die Berge, es wird nicht langweilig.
Diesmal fahren wir auf den municipal Campingplatz. Es sind viele Camper da, aber auf dem großen Gelände verteilt es sich. Auch findet das Mandelblütenfest erst nach Ramadan statt.
Wir lassen den MaxxFan bei Hassan abdichten, denn am Rand haben wir feuchte Stellen entdeckt.
Bis jetzt gab es immer mal wieder Regentage und alles ist dicht. Die Jungs scheinen gute Arbeit geleistet zu haben. Ja, man muss in Marokko auch mit kleinen Erfolgen zufrieden sein. Mit den großen Dingen klappt es oft nicht so gut.
Ich hatte schon von dem Murks mit unseren Sitzbezügen berichtet. Said vom Campingplatz Said et Petit Momo hat uns mit kopierter Bildern aus dem Internet hierher gelockt und dann eine miserable Qualität abgeliefert. Ich wollte meine Vorauszahlung oder zumindest ein Teil davon zurück.
Wir waren dann letztendlich bei der Polizei, aber die wollten auch nicht richtig helfen. Es wurde nach Rechnungen gefragt, die wir natürlich nicht hatten. Wieder was gelernt.
Wir erledigen noch einige Dinge, treffen Bekannte und nach ein paar Tagen geht es über das Tal der Ammeln nach Taouline.
Tailouline ist die Hauptstadt des Safran. An jeder Ecke wird das kostbare Gewürz angeboten. Man sollte sich schon gut auskennen, bevor man hier zuschlägt.
Wir fahren zunächst durch den Ort durch und gehen auf den Campingplatz.
Am Rand zum Tal hin sind 3 große Stellflächen. Links und rechts ist schon belegt, wir stellen uns dazwischen. Als ich von der Rezeption zurück kam, war Liane mit den Nachbarn links im Gespräch. Das war ein nettes Paar aus Friedberg, die wir vor Wochen in Tan Tan getroffen hatten.
Ich kam an dem Camper rechts von uns vorbei und dachte, den Hund habe ich schon mal gesehen. Da kam auch gleich das Herrchen um die Ecke und es war das Paar, das in Tata neben uns stand und das mir einen Bohrer geliehen hatte. Sachen gibts!
Beide sind am nächsten Tag abgereist und die beiden Franzosen, die mit uns beim Kuschelcamping in Smara standen sind eingetroffen.
Wunderbar! Man lernt jemand kennen, jeder geht seiner Wege und auf einmal sieht man sich wieder.
Mit dem Fahrrad geht es zunächst zu einer alten Kasbah.
Leider ist alles abgesperrt und auch ziemlich baufällig. Es ist schon ein imposantes Bauwerk, das hier verfällt. So schade!
Weiter geht’s in die Stadt. Alles reiht sich schön an der Hauptstraße entlang.
Hier sehe ich das erste Mal so rollende Särge in freier Wildbahn. Nee, nee, was bin ich froh, dass wir unseren blauen Salon haben.
Heute gibt es lecker Fisch zum Abendessen. Wir radeln zurück und genießen die tolle Aussicht auf unserem Platz.
Unser nächstes Ziel ist Tinghir. Hayat von dem Stellplatz schreibt uns immer wieder und fragt, wann wir wieder kommen. Das wollen wir auch gerne machen. Aber ein Zwischenstopp ist noch erforderlich. Wir machen uns auf den Weg.