Tinghir

Wir sind nach einer schönen Fahrt in Tinghir bei der Familie El Mabrouk angekommen.

Was für eine nette Begrüßung! Unser Stellplatz vom letzten Mal ist auch noch frei.

Leider haben wir Hayat nur kurz gesehen. Als wir ankamen, ist sie gerade mit ihren Eltern ins Krankenhaus gefahren und auch die nächsten Tage geblieben.

Ihr Bruder Ahmed hat sich um uns gekümmert und eine leckere Tajine zubereitet.



Auf der gegenüberliegenden Seite der Oase liegt ein halbwegs verlassener Ort. Den wollte ich mir genauer ansehen. Brücken gibt es hier nicht. Also die Böschung runter und durch die Felder einen Weg gesucht.



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So wie es aussieht, leben hier keine Menschen mehr. Zwischen den Gebäuden gibt es große Berge mit Dung. Ich vermute, dieses ehemalige Dorf wird nur noch als großer Stall benutzt.

Aber sehenswert auf jeden Fall!




Wir fahren mit dem Fahrrad in die Stadt zum Einkaufen. Einer der Familie hat uns erklärt, der Markt hat den ganzen Tag geöffnet. Also haben wir uns Zeit gelassen und sind am Nachmittag hingefahren.



Tja, da war der Markt im wahrsten Sinne des Wortes verlaufen.



Es waren nur noch ein paar Händler an der Mauer des Marktes anzutreffen. Die haben sich um so mehr gefreut, kurz vor Feierabend noch ein Geschäft zu machen.

Unser Weinvorrat neigt sich dem Ende zu und Ahmed hat sich angeboten mit mir in den Überresten seines Autos zu einem Platz zu fahren, wo man etwas bekommt.



Immerhin ist noch Ramadan und die beiden Spirituosenläden haben komplett geschlossen. Aber der findige Marokkaner hat seine Buddies. In halsbrecherischer Fahrt sind wir zu einer Disco oder einem Club gefahren und ich konnte etwas Wein und Bier kaufen.

Leider war noch nicht abzusehen, wann Mama aus dem Krankenhaus kommt.



Das ist ja immer diese Inshallah-Sache. Es kann morgen sein oder in ein paar Tagen.

Wir wollten nicht länger bleiben und sind dann nach Merzouga gefahren, nicht ohne zu versprechen, dass wir wieder kommen.