
Und am Ende des Tages fragt man sich, warum ist der Tag schon wieder um, es war doch fast nichts. Wir haben viel Zeit auf der Straße verbracht, aber nicht viele Strecke gemacht. Wir sind die R106 gefahren. Auf dem Weg zum Aklim Massiv war diese Straße übersät mit tiefen Schlaglöchern. Dann sind wir eine schlechte Stichstraße / Piste Richtung Tagdicht abgezweigt, und dort eine kleine Runde gewandert.
Der Jbel Aklim (Berbersprache: Adrar n’Aklim) ist mit seiner Höhe von 2531 m der (wahrscheinlich) höchste Berg des Antiatlas-Gebirges im Süden Marokkos. Die nächsthöheren Gipfel des Antiatlas befinden sich im Umkreis des Jbel Aklim und nahe beim Tal der Ammeln in der Umgebung von Tafraoute (Jbel Lekst und Jbel m’Korn). Die Berge des Antiatlas wurden in der französischen Protektoratszeit (1912 bis 1956) erst- und letztmals vermessen.
30.1027, -8.3041
Dann zurück auf die R106 und weiter Richtung Osten. Und jetzt wurde die Straße richtig schlecht. Für die nächsten 25 km benötigten wir 80 Minuten (mit 2 Fotostopps). Aber die waren auch sehr interessant. Furten sind die besseren Brücken, hatte ich gesagt. Denn beim Hochwasser wurden viele Brücken weggeschwemmt, die (betonierten) Furten hatten kein Problem, die sind für Überflutung gebaut. Aber in diesem Tal, gehen die Furten über Wasserrohre. Das Hochwasser hat große Mengen Geröll bewegt und die Rohre verstopft, und dann die Furten weggerissen, oder umspült daß tiefe Gräben vor und hinter der Furt entstanden, oder unterspült und abgesenkt. Auch die Straße war oft unterspült, und oft konnte nur noch eine Fahrbahn benutzt werden, oder es war nur noch eine Fahrbahn vorhanden weil die andere weggebrochen war. Das war eine spannende Fahrt, zu sehen, was das Wasser angerichtet hat. Leider aber auch, was noch nicht wiederhergestellt wurde. Um die Problemstellen wurden provisorische Feldweg herumgelegt. Der Fluß ist jetzt ausgetrocknet, also mitten durchs Flußbett, oder das aktuelle Flußbett, denn an vielen Stellen hat sich er Fluß ein neues Bett gegraben, und im alten viel Geröll abgeladen. Wir haben die R106 bis zur N10 weiter gefahren und dann auf der N10 bis Ozuisselsate wo wir in der Nähe Abseits uns zur Nacht einrichteten. Und jetzt zerrt der Wind an unserem Canter. Wir kennen das, wenn sich die Sonne langsam dem Horizont nähert kommt der Wind, und wenn die Sonne hinter dem Horizont verschwunden ist, legt er sich wieder. Wir hoffen, daß es heute auch so ist.
30.45334, -7.39242