
In die Wüste?
Werkstatt-Aufenthalte kosten Geld und brauchen Zeit, aber es bieten sich auch die Gelegenheiten mit anderen Reisenden Erfahrungen auszutauschen. Gestern mit einem Offroad-Tourguide der von den extrem verschlechterten Bedingungen der Piste von Zagora nach Merzouga (das ist die Richtung nach Osten) berichtete. Auf einer Breite von 20 km stand das Land unter Wasser, und was letztes Jahr noch harte Piste war ist diese Jahr 0,5 m hoch mit feinem Sandstaub bedeckt und kaum fahrbar. Und heute treffen wir Urlauber aus Augsburg mit einem Iveco Truck, und sie berichten ähnliches, nicht ganz so schlimm, von der Strecke von M'Hamid zum Lac Iriqui (das ist die Richtung nach Westen, also etwa das was wir machen wollen / wollten). Was aber machbar sei ist Foum Zguid nach Lac Iriqui. Ja, diese Straße ist die übelste Holperpiste, aber besser Holperpiste als im Sandstaub stecken zu bleiben. Keine guten Voraussetzungen für unsere Pläne in die Wüste. Klingt so, als würden wir uns das mal anschauen, und dann Umdrehen. Wir werden sehen.
Und nach dem Werkstatt-Aufenthalte suchen wir uns einen Platz zur Übernachtung auf dem Weg nach Tamegroute. Etwas abseits der Straße, daß wir gut Schlafen können, aber nicht zu weit von unserer eigentlichen Route entfernt. Und da wäre es beinahe passiert. Kaum bleib ich stehen, sinken die hinteren Räder im nur kaum merklichen Sandstaub ein, und als ich noch etwas vorfahren will um die Schräglage des Fahrzeugs zu verbessern, komme ich nicht mehr frei. Oha, das ging ja schnell und war so hier gar nicht erwartet. Der Canter muß all seine Möglichkeiten ausschöpfen (Allrad zuschalten, Untersetzung zuschalten) um sich aus dieser Lage zu befreien. Die Räder drehen nicht durch, sie sind wie einbetoniert. Es braucht viel Kraft, um die Räder zu bewegen. Was ist das für ein Sand? Ups, ich bin echt etwas geschockt, besonders im Hinblick auf das was wir vorhatten, in den nächsten Tagen …
30.291, -5.7323