Frühling auf der Île de Ré – Reisebericht vom 2. bis 8. April

Ankommen auf der Île de Ré fühlt sich jedes Mal ein wenig an wie Heimkommen. Am 2. April rollten wir – wie so oft – auf den vertrauten Campingplatz in Saint-Martin-de-Ré.


Die Saison war noch jung, die Insel still, beinahe verträumt. Die Luft war klar, das Thermometer pendelte sich bei angenehmen 18 Grad ein, und die Sonne ließ kein Zweifel daran: Der Frühling war da.


Die Tage begannen mit dem Duft von Salz, Meer und ersten Blüten, die in den Gärten und Dünen bereits in zarten Farben aufleuchteten. Unsere Fahrräder standen keine Stunde still – wir erkundeten die Insel in ihrem schönsten Kleid: Leise, weit und fast menschenleer. Die Radwege führten uns durch Pinienhaine, vorbei an Salzgärten, durch stille Dörfer mit hell verputzten Häusern und grünen Fensterläden.



Nachmittags ließen wir uns gern in einem der kleinen Hafen-Cafés nieder, bei einem Café crème in der Sonne, mit Blick auf schaukelnde Boote und Möwen im Aufwind. Die Vorsaison zeigte sich von ihrer besten Seite: kaum Touristen, kein Gedränge, nur die entspannte Leichtigkeit eines Ortes, der gerade erst wieder zu erwachen beginnt.



Am 4. April öffneten nach und nach die kleinen Boutiquen, Bäckereien und Galerien ihre Türen – als hätten sie auf uns gewartet. Besonders lebendig war es auf dem Wochenmarkt in Ars-en-Ré. Zwischen frischem Fisch, aromatischem Käse, knackigem Gemüse und dem Duft von Lavendel fanden wir alles, was die Sinne erfreut – kein Wunder, dass dieser Markt unser Favorit geblieben ist.



Ein kulinarisches Highlight erlebten wir in La Couarde-sur-Mer, in einem charmanten Restaurant mit angeschlossener Weinhandlung. Dort wurde nicht nur großartig gekocht, sondern auch beraten – und so ging der Abend mit gutem Essen und noch besserem Wein in die Sammlung besonderer Erinnerungen ein. Ein paar Flaschen landeten direkt im Gepäck.


Zwischen den Ausflügen war immer Zeit für Spaziergänge am Strand. Barfuß durchs kühle Wasser, Muscheln sammeln, Möwen beobachten. Der Wind war mild, das Licht weich – dieser Frühling auf der Île de Ré war eine stille Einladung, durchzuatmen, zu entschleunigen, einfach da zu sein.


Am 8. April hieß es Abschied nehmen. Doch wie immer mit dem Wissen: Wir kommen wieder. Und der Frühling auf der Île de Ré wird auch beim nächsten Mal auf uns warten. ❤️


Comments 2

  • Servus ihr beiden,

    es ist immer wieder ein Genuss eure Reiseberichte zu lesen und zu sehen. Sowohl die Texte wie auch die Fotos nehmen den Leser immer wieder auf faszinierende Art und Weise mit auf eure Reisen.

    Bleibt gesund und liebe Grüße

    Jürgen