
Früh morgens brechen wir auf, und fahren nach Chefchaouen, die blaue Stadt.
Chefchaouen, Chaouen oder Xauen (aus Zentralatlas-Tamazight ⴰⵛⵛⴰⵡⵏ Accawen ‚die Hörner‘; arabisch شفشاون, DMG-Umschrift Šafšāw(a)n) ist eine nordmarokkanische Stadt mit etwa 43.000 Einwohnern und Hauptstadt der gleichnamigen Provinz in der Region Tanger-Tétouan-Al Hoceïma. Zusammen mit anderen Regionen des Mittelmeerraumes ist die traditionsreiche Küche der Stadt im Jahr 2013 als Immaterielles Kulturerbe der Menschheit durch die UNESCO anerkannt worden.
Chefchaouen galt über Jahrhunderte als heilige Stadt, die Ausländern unter Androhung der Todesstrafe versperrt war; dies hat dazu beigetragen, dass in ihr mittelalterliche Architektur erhalten blieb. Dass sich die städtische Struktur dynamisch ändert, ist eine neue Erscheinung.
Die gesamte Altstadt mit ihren reizvollen engen Gassen, kleinen Plätzen, blau- und weißgetünchten Häusern lädt zum Spazieren ein. Die blaue Farbe soll vorgeblich vor dem bösen Blick schützen. Die Bemalung wurde jedoch in den späten 1990er Jahren initiiert, um den Tourismus zu fördern.
Die aus Stampflehm erbaute und farblich naturbelassene Alcazaba (Kasbah) mit ihrem Garten kann besichtigt werden. Ihre Räume beherbergen einige Ausstellungsstücke zur Geschichte und Kultur der Stadt.
Wir durchstreifen die Medina, und ja, diese Altstadt hat was. Es wirkt allerdings schon etwas unnatürlich und nicht traditionell, das Blau.
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