
Reisetagebuch – Mittwoch, 23.04.2025
Ankunft in Vannes – Fachwerkzauber, Hafengeschichten und bretonisches Lebensgefühl
Heute sind wir in Vannes angekommen – einer Stadt, die uns vom ersten Moment an verzaubert hat. Sie liegt am Golfe du Morbihan, einer der schönsten Buchten Frankreichs, und verbindet auf einzigartige Weise maritimes Flair mit mittelalterlichem Charme. Besonders beeindruckend ist der Hafen, der sich wie ein schmaler, ruhiger Arm bis mitten ins Zentrum der Stadt zieht. Die Segelboote liegen direkt an der Kaimauer, eingerahmt von historischen Fassaden – fast wie in einem alten Gemälde. Rundherum laden Bars, Cafés und kleine Boutiquen zum Verweilen ein.
Dieser Radweg führt bis in die Stadt immer den Booten folgen
Bei dieser lieben Frau haben wir selbstgemachte kleine Kuchen gegessen, sie war sehr lieb zu uns.
Unser Stellplatz für die nächsten zwei Nächte liegt herrlich ruhig am Ufer, etwa 3 Kilometer außerhalb der Stadt. Er ist klein und überschaubar – für Mobile über 9 Meter gibt es nur drei Parzellen und auch die Einfahrt ist für noch größere Mobile nicht möglich .
Von dort aus sind wir bequem mit dem Fahrrad in die Stadt gefahren – ein schöner Weg, der uns entlang des Wassers und durch grüne Alleen direkt ins Herz von Vannes geführt hat.
Immer den Booten folgen.
Dort angekommen, fühlt man sich sofort wie in eine andere Zeit versetzt. Die Altstadt ist geprägt von einer außergewöhnlich hohen Dichte an alten Fachwerkhäusern, viele davon aus dem 15. und 16. Jahrhundert. Die schiefen Balken, die kunstvoll geschnitzten Details und die bunt gestrichenen Fassaden verleihen der Stadt ihren unverwechselbaren Charakter. Vannes ist stolz auf dieses architektonische Erbe – und das zurecht: Diese Häuser erzählen vom einstigen Reichtum der Region, als Vannes ein bedeutendes Zentrum für Handel und Seefahrt war.
Ausserhalb der Stadtmauer tauchten wir in ein Blütenmeer. Das war soooo schön .
Matthias hat mich beim fotografieren auch fotografiert 😀
Die Treppe nach unten ist lila vor lauter Blüten
Beim Schlendern durch die engen Gassen entdeckt man hinter jeder Ecke kleine, inhabergeführte Läden und liebevoll gestaltete Boutiquen. Jeder Laden hat seinen eigenen Charme. Ich habe neue Schuhe gefunden, in einem kleinen Schuhladen mit ganz besonderer Beratung und bretonischem Flair.
An beiden Tagen sind wir am Nachmittag in dieselbe kleine Bar zurückgekehrt. Dort, mit Blick in die Gassen, einem Glas Bier und der Nachmittagssonne im Gesicht, ließ sich der Tag perfekt ausklingen. Es war einer dieser Orte, an denen man sich sofort wohlfühlt – entspannt, lebendig und voller Atmosphäre.
Findet Matthias ⬆️
Hier haben wir tollen Käse und auch Wurst erworben.
Vannes hat uns begeistert: Die Mischung aus Geschichte, Stil, Authentizität und Lebensfreude macht diesen Ort zu einem echten Highlight unserer Reise. Wir nehmen viele schöne Eindrücke mit – und ganz sicher auch den Wunsch, irgendwann wiederzukommen.
In Vannes haben wir diesen Platz genutzt :
Am 25.April reisten wir weiter nach
Orée d‘Anjou im Loire Tal.
Das ist ist der Nähe von Nantes.
Wir fanden einen kostenlosen Stellplatz direkt an der Kirche mit tollem Blick in einen kleinen Park. Dahinter befindet sich der Aussichtspunkt ins Tal.
Wer Strom braucht und Wasser benötigt, zahlt im Tourismus Büro, gleich an der Kirche 10€ pro Nacht, wer nichts davon benötigt, zahlt nichts. Auch hier sollte das Mobil nicht länger als 9,30 m sein.
Der Ort ist klein und übersichtlich und sehr ruhig. Das ist das perfekte Kontrastprogramm nach so vielen eindrucksvollen Tagen.
Im Tourismusbüro haben wir für einen Freund eine hübsche Geschenkbox erworben, mit schönen Produkten aus dieser wunderschönen Region. Wenn der Stellplatz schon gratis für uns ist, sollen die Leute eben von diesem kleinen Einkauf profitieren.
Morgen geht’s weiter immer der Loire entlang.