
Wir fahren nach Mérida und ich mache eine Runde durch die Stadt.
Mérida ist die Hauptstadt der Autonomen Region Extremadura im Südwesten Spaniens. Die Stadt gehört zur Provinz Badajoz und hat ~60.000 Einwohnern.
Im Römischen Reich war die Stadt unter dem Namen Emerita Augusta als Hauptstadt der Provinz Lusitania bekannt. Sie wurde im Jahre 25 v. Chr. von Kaiser Augustus als Kolonie für Veteranen Römischer Legionen gegründet. Im Laufe der Zeit wurden zahlreiche repräsentative Gebäude errichtet: Theater, Amphitheater, Circus, Tempel, Brücken und Aquädukte. Auf diese Zeit geht auch die noch bestehende Kirche Santa Eulalia zurück. Über Jahrhunderte, bis zum Untergang des Römischen Reichs, war Mérida ein wichtiges wirtschaftliches, militärisches und kulturelles Zentrum.
Später musste Mérida mehreren Einfällen der Vandalen standhalten, bis die Westgoten es zur Hauptstadt ihres Königreichs machten. So wurde im 6. und 7. Jahrhundert ein Gebiet, das fast das gesamte heutige Spanien und Portugal umfasste, von Mérida aus regiert. Im 6. Jahrhundert verbreitete sich das Christentum stark in der Bevölkerung, und vor allem der Bischof Mausona von Mérida trug dazu bei.
Im Jahr 713 eroberten die Araber unter Musa ibn Nusair die Stadt und verwüsteten sie. Auch unter islamischer Herrschaft blieb Mérida Bischofssitz, bis dieser 1119 nach Santiago de Compostela verlegt wurde. 1230 eroberten die christlichen Truppen unter Alfons IX. von León Mérida im Zuge der Reconquista.
Die Basilika Santa Eulalia gehört zum Erzbistums Mérida-Badajoz und trägt den Titel einer Basilica minor. Sie wurde im 4. Jahrhundert außerhalb der Stadtmauern über dem Grabhügel von Santa Eulalia und in der Nähe des Ortes errichtet, an dem der Überlieferung nach die Märtyrerin geopfert wurde. Die heutige Kirche wurde im 13. Jahrhundert nach der Rückeroberung von Mérida durch Alfons IX. und dem Santiagoorden als Kapitelkirche neu errichtet. Sie erhielt denselben Grundriss wie die ursprüngliche Basilika, die Apsis sowie einige Materialien wurden wiederverwendet.
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Wir fahren noch ein gutes Stück Richtung Norden bis etwa 35 km vor Salamanca. Das Wetter ist durchwachsen, immer wieder fahren wir durch heftige Regenschauer. Am Stausee Embalse de Santa Teresa richten wir uns zur Nacht ein.
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